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Babybrei selber machen: Grundlagen, Mengen und Vorrat

Wann der erste Brei dran ist, welche Mengen in den Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei gehören und wie du Babybrei vorkochst und einfrierst.

Mamenza-Redaktion
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Glatt pürierter Karotten-Kartoffel-Brei in einer Keramikschale mit Holzlöffel, umgeben von frischen Karotten und Kartoffeln

Babybrei selber machen heißt: du weißt genau, was drin ist, und sparst gegenüber Gläschen. Du brauchst keine Spezialausrüstung, nur frisches Gemüse, Kartoffeln, etwas Fleisch und ein gutes Öl.

Wichtig ist nicht das perfekte Rezept, sondern die richtige Zusammensetzung und ein paar Mengen-Richtwerte. Den Rest bestimmt dein Baby selbst.

Ab wann kannst du Babybrei selber machen?

Der richtige Zeitpunkt für den ersten Brei liegt zwischen dem Beginn des 5. und dem Beginn des 7. Monats. Früher ist der Darm meist noch nicht bereit, später steigt das Risiko für einen Eisenmangel, weil die Reserven aus der Schwangerschaft zur Neige gehen.

Verlass dich weniger auf den Kalender als auf die Reifezeichen deines Babys:

  • Es kann mit etwas Unterstützung aufrecht sitzen und hält den Kopf stabil.
  • Es greift nach deinem Essen und führt Dinge zum Mund.
  • Es schiebt den Löffel nicht mehr automatisch mit der Zunge heraus.

Sind diese Zeichen da, kannst du in Ruhe starten. Ein fester Stichtag ist nicht nötig.

Der erste Brei: Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei

Der klassische erste Brei ist ein Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei zur Mittagszeit. Das Fleisch liefert gut verfügbares Eisen, und der Vitamin-C-reiche Saft hilft deinem Baby, dieses Eisen aufzunehmen. Du kochst alles weich, pürierst es fein und rührst zum Schluss das Öl unter.

ZutatMenge pro Portion
Gemüse (Karotte, Zucchini, Kürbis)100 g
Kartoffeln50 g
Mageres Fleisch (z. B. Rind, Huhn)30 g
Vitamin-C-reicher Saft (z. B. Orange)20 ml
Rapsöl8 g

Vegetarisch geht der Brei auch: Dann ersetzt du das Fleisch durch etwa 10 g Vollkorn-Hafer- oder Hirseflocken und gibst mehr Vitamin-C-reichen Saft dazu, damit dein Baby das pflanzliche Eisen besser aufnimmt.

Die drei Breie im Einführungsplan

Nach dem Mittagsbrei kommen über die nächsten Monate zwei weitere Breie dazu. Du führst sie nacheinander ein, nicht alle auf einmal, damit sich dein Baby an jede Mahlzeit gewöhnen kann.

1. Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei

Mittags, ab dem Beikoststart. Der eisenreiche erste Brei, der die schwindenden Eisenreserven auffüllt.

2. Milch-Getreide-Brei

Abends, etwa einen Monat später. Er sättigt gut und begleitet dein Baby durch die Nacht.

3. Getreide-Obst-Brei

Nachmittags, ohne Milch. Er liefert Vitamine und Energie für den Rest des Tages.

Wann genau du den nächsten Brei dazunimmst, hängt von deinem Baby ab. Ein Richtwert: etwa alle vier Wochen eine neue Breimahlzeit, sobald die vorherige gut klappt.

Brei vorkochen und einfrieren

Du musst nicht jeden Tag frisch kochen. Koche eine größere Menge, püriere sie und friere den Brei portionsweise ein. So hast du immer einen Vorrat und sparst Zeit.

Das Öl rührst du erst nach dem Auftauen und Erwärmen unter, dann bleiben die Fettsäuren am besten erhalten. Reste aus dem Schälchen, in dem dein Baby schon gelöffelt hat, hebst du nicht wieder auf.

Häufige Fragen

Die Fragen, die zu diesem Thema am häufigsten gestellt werden.

Mild und gut verträglich: Karotte, Pastinake, Kürbis oder Zucchini. Sie schmecken leicht süßlich und sind selten ein Problem für den Magen. Später kommen Brokkoli, Blumenkohl und Fenchel dazu.

Es gibt keinen festen Wert. Orientiere dich am Grundrezept und baue die Menge langsam auf. Am Anfang sind ein paar Löffel genug. Dein Baby zeigt selbst, wann es satt ist, und das darfst du ernst nehmen.

Fleisch liefert gut verfügbares Eisen, das jetzt wichtig wird. Im vegetarischen Brei ersetzt du es durch etwa 10 g Vollkorngetreide plus Vitamin-C-reichen Saft. Von einer rein veganen Ernährung im ersten Jahr wird abgeraten; wählst du sie dennoch, braucht dein Baby engmaschige ärztliche Begleitung, eine qualifizierte Ernährungsberatung und Supplemente wie Vitamin B12.

Eingefroren bei minus 18 Grad rund zwei Monate. Im Kühlschrank verbrauchst du frischen Brei innerhalb eines Tages. Angewärmte Reste, in denen schon gelöffelt wurde, wirfst du weg.

Ein hochwertiges Pflanzenöl wie Raps- oder Walnussöl. Es liefert Energie und unterstützt die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine. Etwa 8 g pro Portion reichen.

Beides ist in Ordnung. Selbst gemacht ist günstiger und du bestimmst die Zutaten; Gläschen sind praktisch für unterwegs. Viele Familien kombinieren einfach beides, je nach Tag.

HINWEIS

Dieser Artikel ersetzt keine individuelle Ernährungsberatung. Bei Fragen zur Versorgung deines Babys oder bei Unsicherheit sprich mit deiner Kinderärztin oder Hebamme.

Stand: Juli 2026. Wir aktualisieren diesen Artikel regelmäßig.