WISSENSCHAFTLICH GEPRÜFT

Wann kommt dein Baby?

Berechne deinen voraussichtlichen Geburtstermin in 10 Sekunden nach der Naegele-Regel. Auf Basis deiner letzten Periode oder dem Konzeptionsdatum.

Wie wir rechnen
Naegele-Regel · seit 1830 etabliert
2 Methoden · LMP oder Konzeption
SSW -
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Welche Methode möchtest du nutzen?

Wähle, was du am genauesten weißt. LMP ist Standard. Bei IVF/IUI ist das Konzeptionsdatum am genauesten.

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Wie wir rechnen

Wir verwenden die Naegele-Regel: die klassische, im 19. Jahrhundert von Franz Karl Naegele formulierte Faustformel zur Geburtsterminschätzung, heute klinische Konvention in der deutschen Hebammen- und geburtshilflichen Praxis. Zwei Schritte, transparent, ohne Geheimnisse.

01

Start: erster Tag deiner letzten Periode (LMP)

Nicht das Konzeptionsdatum, das liegt rund 14 Tage später und ist schwieriger zu datieren. Deine LMP kennst du, oft in einer App, im Kalender oder einfach im Kopf.

LMP = 1. Februar 2026
02

Addiere 280 Tage (40 Wochen)

Die klinische Konvention geht von durchschnittlich 280 Tagen zwischen letzter Periode und Geburt aus. Die traditionelle Naegele-Formel rechnet +9 Monate und +7 Tage. Da Kalender-Monate unterschiedlich lang sind, weicht das Ergebnis bei manchen Startdaten um 1–2 Tage von exakt 280 Tagen ab, unser Rechner nutzt die 280-Tage-Methode für konsistente Ergebnisse.

LMP + 280 Tage = Geburtstermin

Geburtstermin nach Ultraschall vs. Naegele-Regel

Die Naegele-Regel geht von einem regelmäßigen 28-Tage-Zyklus aus. In der Praxis weicht der Zyklus bei vielen Frauen davon ab, unser Rechner korrigiert das über den Zykluslänge-Slider. Trotzdem gilt: der Ultraschall im ersten Trimester (idealerweise SSW 8–12) liefert die genaueste Datierung mit einer Abweichung von nur ±5 Tagen.

Deine Frauenärztin wird bei der ersten Vorsorgeuntersuchung die Scheitel-Steiß-Länge (SSL) messen und daraus den Geburtstermin berechnen. Weicht das Ultraschall-Datum mehr als 7 Tage von der Naegele-Berechnung ab, wird in der Regel der Ultraschall-Termin in den Mutterpass eingetragen.

In welcher SSW bin ich gerade?

Sobald du deinen Geburtstermin kennst, kannst du deine aktuelle Schwangerschaftswoche berechnen. Die 40 Wochen einer Schwangerschaft werden in drei Trimester unterteilt:

Nur 4 % der Babys kommen am errechneten Termin

Der errechnete Termin (ET) ist ein statistischer Mittelwert, kein festes Datum. Nur rund 4 % aller Babys kommen exakt am ET zur Welt. Eine Termingeburt liegt zwischen SSW 37+0 und SSW 41+6. Ab SSW 42+0 spricht man von Übertragung.

Hinweis: Der errechnete Geburtstermin ist eine Schätzung. Tatsächlich kommt nur etwa jedes 25. Baby genau am ET zur Welt. Bei Auffälligkeiten oder Terminüberschreitung ab SSW 41+0 bespricht deine gynäkologische Praxis mit dir das weitere Vorgehen.

Bei Erstgebärenden liegt der wahrscheinlichste Geburtstag bei etwa SSW 40+5, also rund 5 Tage nach dem errechneten Termin. Liegt dein ET beispielsweise auf dem 15. Oktober, ist eine Geburt zwischen dem 8. Oktober und dem 29. Oktober völlig normal.

Geburtstermin bei IVF, ICSI und Insemination

Bei künstlicher Befruchtung ist das Konzeptionsdatum exakt bekannt. In diesem Fall nutze die Option "Konzeptionsdatum" in unserem Rechner, dann rechnen wir mit 266 Tagen statt 280 Tagen. Bei IVF/ICSI wird der Befruchtungstag (Eizellentnahme bzw. ICSI-Tag) als Referenz genommen. Wichtig: Der Embryotransfer liegt je nach Embryo-Alter 3 oder 5 Tage nach der Befruchtung, nutze daher den Befruchtungstag, nicht den Transfertag.

Nutzt du unseren Eisprung-Rechner zur Zyklusplanung, kannst du deinen wahrscheinlichen Konzeptionszeitpunkt eingrenzen und darüber einen genaueren Geburtstermin berechnen.

Geburtstermin bei Mehrlingsschwangerschaft

Bei Zwillingen oder Mehrlingen wird der Geburtstermin genauso berechnet, allerdings liegt der tatsächliche Entbindungszeitpunkt oft früher: Zwillinge kommen durchschnittlich in SSW 36–37 zur Welt. Dein Arzt wird die Vorsorge-Intervalle ab dem zweiten Trimester entsprechend engmaschiger planen.

Was passiert nach dem errechneten Termin?

Ab SSW 41+0 spricht man von einer Terminüberschreitung (eine echte Übertragung liegt erst ab SSW 42+0 vor). Ab diesem Zeitpunkt ist eine engmaschige Überwachung vorgesehen: CTG alle 2 Tage und regelmäßige Fruchtwasser-Kontrollen. Ab SSW 41+0 kann eine Geburtseinleitung angeboten werden; ab SSW 42+0 wird sie dringend empfohlen.

Mutterschutz und wichtige Fristen

Dein Geburtstermin bestimmt auch den Beginn des Mutterschutzes: nach dem Mutterschutzgesetz beginnt die Schutzfrist 6 Wochen vor dem ET. Unser Rechner zeigt dir dieses Datum automatisch an. Plane auch frühzeitig den Vorsorge-Terminplan, die 10 regulären Vorsorgeuntersuchungen nach den Mutterschaftsrichtlinien sind fest an deine SSW gekoppelt.

Für finanzielle Planung lohnt sich ein Blick in den Elterngeld-Rechner: je nach Geburtsdatum und Einkommen variiert dein Elterngeld-Anspruch, und die Beantragung sollte idealerweise vor der Geburt vorbereitet werden.

Tipps für die ersten Wochen nach der Berechnung

Jetzt kennst du deinen voraussichtlichen Geburtstermin. Diese nächsten Schritte helfen dir, strukturiert durch die Schwangerschaft zu kommen:

  1. Mutterpass besorgen, bei deiner Frauenärztin ab der ersten Vorsorge
  2. Folsäure einnehmen, mindestens 400 µg täglich im ersten Trimester
  3. Hebamme suchen, der Hebammen-Mangel macht frühes Suchen wichtig
  4. Arbeitgeber informieren, spätestens bei sichtbarer Schwangerschaft, besser früher für den Mutterschutz
  5. Ernährung anpassen, unsere Ernährungs-Übersicht zeigt dir, welche Lebensmittel sicher sind

Häufige Fragen

Wie genau ist die Naegele-Regel?

Die Naegele-Regel ist auf etwa ±2 Wochen genau für ~70 % der Schwangerschaften. Eine Ultraschall-Untersuchung im ersten Trimester (SSW 8–12) ist genauer (±5 Tage), weil sie die tatsächliche Größe des Fötus misst. Bei unklarer LMP gilt die Ultraschall-Datierung.

Mein Zyklus ist nicht 28 Tage, was nun?

Stelle den Slider auf deine durchschnittliche Zykluslänge. Bei längerem Zyklus (z. B. 32 Tage) ovulierst du später, also liegt dein Geburtstermin entsprechend später. Bei kürzerem Zyklus früher. Die Anpassung beträgt etwa 1 Tag pro abweichendem Zyklus-Tag.

Ich kenne mein Konzeptionsdatum genau, kann ich das nutzen?

Ja. Klicke oben auf Konzeptionsdatum, dann rechnen wir +266 Tage statt +280 Tage ab LMP. Bei IVF oder IUI ist das die genaueste Methode, weil das Datum exakt bekannt ist.

Mein ET ist heute, wann kommt das Baby wirklich?

Der ET ist ein statistischer Mittelwert, kein fixer Liefertermin. Nur etwa 4 % der Babys kommen exakt am ET. Bei Erstgebärenden liegt der wahrscheinlichste Geburtstag bei SSW 40+5 (etwa 5 Tage nach ET). Alles zwischen SSW 37+0 und SSW 41+6 gilt als termingerecht, du musst also nicht ungeduldig werden.

Was passiert bei Übertragung?

Ab SSW 42+0 spricht man von Übertragung. Die Plazenta altert dann zunehmend, was die Versorgung des Babys beeinträchtigen kann. Ab SSW 42+0 wird eine Geburtseinleitung dringend empfohlen. Deine gynäkologische Praxis überwacht dich bis dahin engmaschig mit CTG und Fruchtwasser-Kontrollen.

Wie berechne ich den Geburtstermin bei Zwillingen?

Die Berechnung ist identisch, der errechnete Termin basiert auf deiner LMP. Allerdings kommen Zwillinge durchschnittlich in SSW 36–37 zur Welt (ca. 3–4 Wochen vor dem ET). Dein Arzt wird die Vorsorge entsprechend engmaschiger planen.

Wann wird per Ultraschall korrigiert?

Die genaueste Datierung erfolgt beim Ultraschall in SSW 8–12, wo die Scheitel-Steiß-Länge (SSL) gemessen wird (Genauigkeit ±5 Tage). Weicht das Ultraschall-Datum mehr als 7 Tage vom Naegele-Termin ab, wird das Ultraschall-Datum in den Mutterpass übernommen. Danach bleibt der ET in der Regel stabil, auch wenn spätere Ultraschall-Messungen leicht abweichen.

Was ist der Unterschied zwischen Empfängnistermin und Geburtstermin?

Der Empfängnistermin (Konzeptionsdatum) ist der Tag der Befruchtung, etwa 14 Tage nach Beginn der letzten Periode. Der Geburtstermin liegt 266 Tage nach der Empfängnis bzw. 280 Tage nach der letzten Periode. Bei einem 28-Tage-Zyklus mit Eisprung um Tag 14 ergeben beide Berechnungen dasselbe Datum. Bei abweichender Zykluslänge kann der ermittelte ET um einige Tage variieren, Ultraschall in der Frühschwangerschaft korrigiert das.

Wann beginnt mein Mutterschutz?

Der gesetzliche Mutterschutz beginnt 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin. Unser Rechner zeigt dir dieses Datum automatisch an. Nutze den Mutterschutz-Rechner für Details zu Beschäftigungsverbot und Elternzeit.