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Babykleidung Erstausstattung: welche Größen und wie viel

Welche Babykleidergrößen am Anfang passen, wie viel du wirklich brauchst und warum du nicht zu viel in Größe 50 kaufst, plus das Zwiebelprinzip gegen Überhitzung.

Mamenza-Redaktion
Zuletzt geprüft · 7 Min. Lesezeit
Inhaltlich abgeglichen mitBIÖG·OEKO-TEX
Frisch gewaschene Babykleidung ordentlich gefaltet auf einer hellen Holzkommode

Du stehst vor einem Regal voller winziger Bodys und fragst dich, was davon wirklich nötig ist. Alles wirkt süß, weich und irgendwie wichtig. Doch dein Baby braucht am Anfang keine volle Kommode. Es braucht passende, bequeme Kleidung für euren gemeinsamen Alltag.

Gerade vor der Geburt ist weniger oft entspannter. Du kennst Größe, Gewicht und Wachstumstempo deines Babys noch nicht. Manche Babys starten zart in Größe 50, andere passen kaum hinein. Darum planst du klug, aber nicht zu voll.

Welche Größen wachsen dein Baby in Wochen durch?

Babykleidergrößen richten sich nach der Körperlänge in Zentimetern. Größe 50 passt ungefähr Babys mit 50 Zentimetern Länge. Sie ist oft die erste Größe für Neugeborene, doch sie passt manchmal nur wenige Tage.

Größe 56 ist für viele Babys die wichtigste Startgröße. Sie passt häufig in den ersten Lebenswochen und lohnt eine etwas breitere Planung. Größe 62 kommt danach, viele Babys wachsen dort sehr schnell hinein.

Kaufe deshalb nur wenige Teile in Größe 50. Zwei bis drei Bodys und ein bis zwei Strampler reichen oft. Mehr lohnt sich nur bei erwartbar kleinem Baby oder Frühgeborenen. In Größe 56 und 62 darfst du großzügiger planen.

Wenn du unsicher bist, wähle lieber etwas größer. Ärmel und Beinchen lassen sich umkrempeln. Zu enge Kleidung stört dein Baby schneller, außerdem wird Wickeln damit unnötig mühsam.

GrößeKörperlängeTypisch wannEmpfehlung
Größe 50ca. 50 cmNeugeborene, oft nur Tage bis wenige Wochennur 2 bis 3 Teile
Größe 56ca. 56 cmerste Wochen, wichtige Startgröße6 bis 8 Teile
Größe 62ca. 62 cmdanach, schnell hineingewachsen6 bis 8 Teile
Größe 68ca. 68 cmfolgt daraufspäter kaufen

Wie viel von was: die Grundausstattung auf einen Blick

Für einen entspannten Alltag mit Neugeborenem reicht eine überschaubare Ausstattung. Bodys sind die wichtigsten Einzelteile. Wickelbodys lassen sich vollständig öffnen, du musst nichts über den Kopf ziehen. Das ist besonders in den ersten Wochen sehr praktisch.

Strampler und weiche Hosen mit Oberteilen ergänzen die Bodys. Strampler sitzen bequem und verrutschen wenig. Hosen mit breitem Bund passen flexibel zu verschiedenen Oberteilen. Achte darauf, dass nichts am Bauch einschneidet.

Grundausstattung

Was du vor der Geburt kaufen solltest

  • 6 bis 8 Bodys (Größe 56), davon möglichst viele als Wickelbodys mit Druckknöpfen im Schritt
  • 4 bis 6 Strampler oder Einteiler mit Druckknöpfen im Schritt, bequem zum Wickeln
  • 2 bis 3 dünne Jäckchen zum Schichten, schnell an- und ausgezogen
  • 2 dünne Mützchen für draußen und nach der Geburt (drinnen nicht dauerhaft nötig)
  • 4 bis 6 Paar Söckchen, bei Stramplern mit Füßen weniger nötig
  • 2 bis 3 Schlafanzüge (Strampler zum Schlafen), gut waschbar und bequem

Worauf du bei Material und Schnitt wirklich achten musst

Praktische Schnitte machen deinen Alltag erheblich leichter. Druckknöpfe im Schritt sind beim Wickeln sehr hilfreich, du musst nicht ziehen oder zerren. Auch seitliche Knöpfe oder Wickelverschlüsse sind angenehm. Ein weiter Halsausschnitt ist wichtig, Babys mögen Kleidung über dem Kopf oft nicht.

Materialien sollten weich und atmungsaktiv sein. Baumwolle ist pflegeleicht und alltagstauglich. Wolle-Seide-Mischungen oder Merinowolle regulieren Wärme gut und sind angenehm auf empfindlicher Haut. Achte auf schadstoffgeprüfte Stoffe, besonders bei Bodys, die direkt auf der Haut liegen.

Sommerbaby oder Winterbaby: was sich wirklich unterscheidet

Die Jahreszeit bestimmt, welche Kleidungsstücke du in welcher Menge brauchst. Ein Sommerbaby benötigt leichte, atmungsaktive Schichten. Ein Winterbaby braucht mehr wärmende Lagen, aber das Prinzip bleibt gleich.

Sommerbaby
Geburt April bis September
Leichte Kurzarm-Bodys, dünne Hosen, Sonnenhut für draußen. Direkte Sonne meiden. Dünne Baumwolljäckchen für kühlere Innenräume oder Abende. Nachts reicht oft ein dünner Strampler.
Winterbaby
Geburt Oktober bis März
Langarm-Bodys als Basis, wärmere Strampler oder Hosen darüber. Warme Mütze und Handschuhe für draußen. Overall oder Fußsack für den Kinderwagen. Drinnen lieber eine Schicht weniger als eine zu viel.

Das Zwiebelprinzip: wie du Über- und Unterkühlung vermeidest

Babys können ihre Körpertemperatur noch nicht gut regulieren. Das Zwiebelprinzip hilft: mehrere dünne Schichten übereinander sind besser als ein einziges dickes Kleidungsstück. Du kannst einzelne Lagen schnell anpassen.

Eine einfache Faustregel: dein Baby trägt eine Schicht mehr als du. Das gilt besonders draußen und bei kühlerem Wetter. In warmen, gut geheizten Räumen kann eine Schicht weniger besser sein.

Neu, gebraucht oder geliehen: was wirklich sinnvoll ist

Babykleidung wird oft nur wenige Wochen getragen. Deshalb ist gebrauchte Kleidung in vielen Fällen eine sehr gute Wahl. Viele Teile sind kaum abgenutzt, nach mehreren Wäschen oft besonders weich. Frage Familie und Freunde nach Basics, gerade für Größe 50 und 56 ist das oft sehr lohnend.

Geliehene Kleidung entlastet noch mehr. Gerade die kleinen Größen sind so schnell vorbei, dass ein Kauf kaum rentiert. Neu kaufen lohnt sich gezielt: frische Bodys, Schlafanzüge und Teile, die direkt auf der Haut liegen. So bleibt die Ausstattung überschaubar und passend, ohne dass du zu viel auf Vorrat kaufst.

Bornino 3er-Pack Bodys kurzarm
Bornino 3er-Pack Bodys kurzarm

Dreierpack Kurzarm-Bodys aus 100 Prozent Baumwolle für die Erstausstattung. Druckknöpfe am Schritt erleichtern das Wickeln, Größen 50/56 und 62/68.

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5 Fehler beim Kauf, die du leicht vermeiden kannst

Fehler 1 ist zu viel Kleidung in Größe 50. Viele Babys tragen diese Größe nur sehr kurz. Kaufe deshalb nur wenige Teile vorab und ergänze lieber nach der Geburt.

Fehler 2 sind unpraktische Schnitte. Enge Hälse und komplizierte Knöpfe nerven besonders nachts. Wickelbodys und Druckknöpfe im Schritt sparen dir spürbar Zeit und Nerven.

Fehler 3 ist zu warmes Anziehen. Eltern meinen es gut, packen aber zu viele Schichten ein. Überhitzung ist für Neugeborene ein Risiko. Prüfe regelmäßig am Nacken.

Fehler 4 ist Kaufen nur nach Optik. Niedliche Kleidung verlockt, doch harte Nähte, kratzige Etiketten und enge Bündchen bleiben im Schrank. Bequemlichkeit entscheidet im Alltag.

Fehler 5 ist alles neu zu kaufen. Babys tragen Kleidung nur kurze Zeit. Eine Mischung aus gebraucht, geliehen und gezielt neu ist fast immer die beste Lösung.

Häufige Fragen

Die Fragen, die zu diesem Thema am häufigsten gestellt werden.

Die meisten Neugeborenen starten mit Größe 50 oder 56. Die Größe orientiert sich an der Körperlänge in Zentimetern. Ein Baby mit ca. 50 cm passt in Größe 50, wächst aber oft sehr schnell daraus heraus. Viele Eltern fahren mit mehr Teilen in Größe 56 besser.

Für den Anfang sind 6 bis 8 Bodys praktisch. Bei häufigem Waschen reichen manchmal weniger. Spuckt dein Baby viel, brauchst du eher mehr. Wickelbodys sind in den ersten Wochen besonders bequem, weil sie vollständig geöffnet werden können.

Weiche, atmungsaktive Naturmaterialien sind besonders angenehm. Baumwolle ist pflegeleicht und alltagstauglich. Wolle-Seide oder Merino regulieren Wärme gut. Achte zusätzlich auf schadstoffgeprüfte Stoffe, zum Beispiel mit OEKO-TEX-Zertifizierung der Klasse 1 für Babys.

Ja, gebrauchte Babykleidung ist oft eine sehr gute Wahl. Viele Teile sind kaum getragen und nach mehreren Wäschen besonders weich. Gerade für die kleinen Größen 50 und 56, die nur kurz passen, lohnt sich gebraucht oder geliehen besonders. Gezielt neu kaufst du dann, was dir fehlt.

Nutze das Zwiebelprinzip: mehrere dünne Schichten übereinander sind besser als ein dickes Kleidungsstück. Dein Baby trägt in der Regel eine Schicht mehr als du. Prüfe die Wärme am Nacken, nicht an Händen oder Füßen. Wickelbodys und Druckknöpfe machen das An- und Ausziehen leichter.

HINWEIS

Dieser Artikel bietet allgemeine Orientierung und ersetzt keine individuelle Beratung. Beachte Pflegehinweise und Materialangaben der Hersteller. Individuelle Faktoren wie Frühgeburtlichkeit oder Allergien bespreche mit deiner Hebamme oder dem Kinderarzt.

Stand: Juni 2026. Wir aktualisieren diesen Artikel regelmäßig.

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