Ratgeber · Babyschlaf

Reisebett: worauf achten und sicher nutzen

Ein Reisebett gibt deinem Baby unterwegs einen sicheren Schlafplatz, wenn Matratze und Aufbau stimmen: warum keine dicke Fremdmatratze hineingehört und worauf du beim Kauf achtest.

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Mamenza-Redaktion
Zuletzt geprüft · 7 Min. Lesezeit
Inhaltlich abgeglichen mitDIN EN 716-1·BIÖG
Baby schläft friedlich in einem modernen Reisebett im hellen Schlafzimmer

Wo schläft dein Baby unterwegs sicher? Im Urlaub, bei Oma und Opa oder auf Besuch soll es ruhig liegen, ohne Risiko. Ein Reisebett schafft genau das, wenn Matratze und Aufbau stimmen. Der häufigste Fehler: eine dicke Fremdmatratze hineinlegen.

Viele mitgelieferte Matratzen sind sehr dünn und weich. Das wirkt unbequem, ist für Babys aber sicherer als eine weiche Unterlage. Pack also ruhig Windeln und Schlafsack ein, aber kein Extra-Polster fürs Bett.

Wann ein Reisebett wirklich einen Unterschied macht

Ein Reisebett lohnt sich, wenn ihr öfter unterwegs übernachtet. Das gilt für Familienbesuche, Wochenendausflüge und Urlaub. Bei Oma und Opa hat dein Kind dann einen festen Schlafplatz. Du musst nicht improvisieren.

Als zweiter Schlafplatz zu Hause kann es ebenfalls praktisch sein. Manche Familien nutzen es als Laufstall oder Rückzugsort tagsüber. Auch während eines Umzugs oder einer Renovierung überbrückt es eine Übergangssituation gut.

Nicht jedes Gästebett eignet sich für Babys. Sofas, weiche Matratzen oder große Erwachsenenbetten sind keine sichere Lösung. Ein Reisebett gibt dir mehr Kontrolle über die Schlafumgebung deines Babys.

Drei Typen, die sich deutlich unterscheiden

Reisebetten unterscheiden sich vor allem in Gewicht und Aufbauzeit. Die folgende Tabelle zeigt die drei gängigen Bauarten im direkten Vergleich.

TypIdeal fürGewichtAufbau
Klassisch faltbarUrlaub, Großeltern, Automittel bis schwermit Mechanik
Pop-up / WurfzeltKurzbesuche, Flugreisensehr leichtin Sekunden
Kombi mit WickelauflageNeugeborene, erste Monateschwermit Mechanik

Das klassische Modell ist robuster und bringt oft einen Neugeboreneneinsatz mit. Das Pop-up-Bett ist federleicht, doch prüfe bei ihm Liegefläche und Standfestigkeit besonders genau. Die Kombi mit Wickelauflage spart in den ersten Monaten Platz, zum Schlafen nutzt du sie aber nur nach Herstellerangabe. Für Auto und Ferienwohnung ist ein klassisches Modell meist die solidere Wahl, für häufige Flüge das Pop-up-Bett.

Warum die Matratze über Sicherheit entscheidet

Viele Reisebetten liefern nur eine sehr dünne Originalmatratze mit. Das wirkt für Erwachsene unbequem. Für Babys ist fest aber wichtiger als weich. Die Liegefläche muss stabil, eben und passgenau sein.

Eine sichere Reisebettmatratze ist meist 4 bis 6 cm dick. Sie ist fest genug, dass dein Baby nicht einsinkt, und dünn genug für den Transport. Dicke, weiche Fremdmatratzen klingen nach einer guten Idee. Sie sind es nicht. Sie können Spalten an den Rändern erzeugen, in die dein Baby geraten kann. Eine zu weiche Fläche führt außerdem zum Einsinken.

Die Originalmatratze des Herstellers ist für das jeweilige Bett konzipiert. Wenn du eine Ergänzungsmatratze kaufst, achte auf exakte Passform. Kein Spalt am Rand, keine zu große Höhe, keine zu weiche Füllung. Das Spannbettlaken muss ebenfalls straff sitzen, Falten oder lockere Lagen vermeidest du besser.

Was sonst noch sicher sein muss

Auch im Reisebett gelten die üblichen sicheren Schlafregeln. Dein Baby schläft am sichersten in Rückenlage. Die Liegefläche muss fest, eben und passend sein. Lose Gegenstände gehören nicht ins Bett.

Besonders wichtig ist ein stabiler Aufbau. Klappe das Bett immer nach Anleitung auf. Prüfe danach, ob alle Seiten richtig eingerastet sind. Drücke leicht an den Gelenken und am Boden. Ein halb eingerastetes Bett kann gefährlich werden, Seitenteile dürfen nicht nachgeben oder einklappen.

In Deutschland und der EU regelt die Norm DIN EN 716-1 die Sicherheitsanforderungen, DIN EN 716-2 das Prüfverfahren. Sie legen Stabilität, sichere Abstände und Verriegelung fest. Achte beim Kauf auf eine entsprechende Herstellerangabe.

Ist ein Reisebett als normales Bett geeignet?

Für einzelne Nächte und kurze Übergänge passt ein Reisebett gut. Für dauerhaftes Schlafen ist es nur bedingt gedacht. Die Matratze ist meist dünner als im normalen Babybett, die Konstruktion auf Mobilität ausgelegt.

Wer es trotzdem länger nutzt, achtet auf zwei Punkte. Erstens eine hochwertige, feste Matratze in exakter Passform. Zweitens das maximale Belastungsgewicht, das bei vielen Modellen bei rund 15 kg liegt. Wächst dein Kind aus diesem Rahmen oder zieht es sich hoch, wird ein festes Kinderbett zur besseren Wahl. Als Reise- und Übergangslösung bleibt das Reisebett aber stark.

Sechs Dinge, auf die du beim Kauf achtest

Beim Kauf zählt zuerst die Sicherheit. Das Bett sollte stabil stehen, sauber verriegeln und eine klare Anleitung mitliefern. Danach entscheiden Gewicht und Faltmaß, was zu eurer Reiseart passt.

Kauf-Checkliste

Sechs Kriterien vor dem Kauf

  • Stabiler Aufbau: Alle Seiten müssen sauber einrasten, kein Wackeln, kein Nachgeben.
  • Gewicht und Faltmaß: Für Flugreisen leicht, für Autofahrten darf es solider sein.
  • Passende Matratze: Kein Spalt am Rand, feste Liegefläche, passgenaues Spannbettlaken verfügbar.
  • Netzseiten: Gute Belüftung und Sicht aufs Kind, Netz fest verarbeitet ohne lose Fäden.
  • Transporttasche: Schützt das Bett vor Schmutz und Schäden, Tragegriffe erleichtern den Weg.
  • Neugeboreneneinsatz: Falls vorhanden, nur nach Herstellerangabe nutzen und auf sicheren Sitz prüfen.
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Was ein Reisebett kostet

Einfache Modelle beginnen oft bei etwa 40 Euro. Sie erfüllen meist die Grundfunktion, sind aber manchmal schwerer oder weniger komfortabel. Viele gute Modelle liegen zwischen 70 und 120 Euro. Teurere Reisebetten kosten etwa 150 Euro oder mehr und sind häufig leichter oder hochwertiger verarbeitet.

40 150
Einfache ModelleGrundfunktion erfüllt, etwas schwerer
Leichte Premium-Modellekompakter, hochwertiger, für häufige Reisen

Für gelegentliche Besuche bei den Großeltern reicht oft ein schlichtes Modell. Wer das Bett häufig transportiert oder auf Reisen mitnimmt, profitiert von einem leichteren Modell mit kleinem Faltmaß. Der Preis allein sagt wenig über die Sicherheit aus, maßgeblich sind Aufbau, Matratze und Verarbeitung.

Häufige Fragen

Die Fragen, die zu diesem Thema am häufigsten gestellt werden.

Ja, ein Reisebett kann sicher zum Schlafen sein. Es muss vollständig eingerastet und stabil stehen. Die Matratze muss fest, eben und passgenau sein. Außerdem gelten Rückenlage und ein freies Bett ohne lose Gegenstände.

Eine Reisebettmatratze ist meist 4 bis 6 cm dick. Sie muss fest sein, damit dein Baby nicht einsinkt. Wichtiger als die genaue Dicke ist die exakte Passform. Es darf kein Spalt am Rand entstehen.

Nur wenn sie ausdrücklich passend und geeignet ist. Sie darf keinen Spalt an den Rändern lassen. Sie muss fest sein und darf nicht weich einsinken. Eine beliebige dicke Fremdmatratze solltest du nicht einfach hineingeben.

Das hängt vom Modell und den Herstellerangaben ab. Manche Reisebetten eignen sich schon ab Geburt. Andere brauchen einen speziellen Neugeboreneneinsatz. Wichtig sind Gewicht, Größe und Entwicklungsstand deines Babys, nicht nur das Alter.

Für dauerhaftes Schlafen ist es eher nicht gedacht. Die Matratze ist meist dünner als im normalen Babybett, die Konstruktion auf Mobilität ausgelegt. Für Reisen, Besuche und kurze Übergänge passt es gut. Langfristig ist ein festes Kinderbett besser geeignet.

Viele Reisebetten sind bis rund 15 kg belastbar. Die genaue Grenze steht in der Herstellerangabe. Überschreitet dein Kind das Gewicht, solltest du auf ein festes Bett wechseln. Auch wenn sich dein Kind hochzieht, ist das Reisebett oft nicht mehr passend.

Das hängt von eurer Reiseart ab. Klassische Modelle sind stabiler und oft robuster für Ferienwohnungen oder Großelternbesuche. Pop-up-Betten sind leichter und schneller aufgebaut, ideal für kurze Besuche oder Flugreisen. Prüfe bei Pop-up-Modellen besonders Stabilität und Liegefläche.

Für Reisebetten gilt in Deutschland und der EU die Norm DIN EN 716-1 (Sicherheitsanforderungen) und EN 716-2 (Prüfverfahren). Sie regeln Stabilität und Belastbarkeit, Abstände und Öffnungen, sichere Verriegelung sowie die Warnung vor einer zweiten Matratze. Achte beim Kauf auf Herstellerangabe bzw. Prüfung nach DIN EN 716-1 und EN 716-2.

HINWEIS

Dieser Artikel bietet allgemeine Orientierung und ersetzt keine individuelle Beratung. Beachte die Aufbau- und Sicherheitshinweise des Herstellers sowie die aktuell geltenden Normen für dein Modell.

Stand: Juni 2026. Wir aktualisieren diesen Artikel regelmäßig.