Taufe

Fürbitten zur Taufe: Beispiele und wie du sie schreibst

Fertige Fürbitten für das Taufkind, die Paten, die Eltern und die Großeltern, dazu der Aufbau und Tipps, wie du eine persönliche Fürbitte schreibst, die sich gut vorlesen lässt.

Mamenza-Redaktion
Zuletzt geprüft · 9 Min. Lesezeit
Brennende Taufkerze neben einem Heft und weißen Blumen in einer Kirche

Du sollst eine Fürbitte zur Taufe schreiben und suchst ein gutes Beispiel? Hier findest du fertige Fürbitten für das Taufkind, die Paten, die Eltern und die Großeltern, dazu kurze und moderne Varianten zum direkten Vorlesen.

Eine Fürbitte muss nicht perfekt klingen. Sie darf schlicht, warm und persönlich sein. Such dir eine passende aus, ändere den Namen oder ein Wort, und sie gehört dir.

Wo die Fürbitten in der Tauffeier ihren Platz haben

Wann genau die Fürbitten kommen, hängt von Konfession und Gemeinde ab. Mehr zur Reihenfolge findest du im Ablauf der Taufe. Das Grundmuster ist aber überall ähnlich: an einer Stelle der Feier beten alle gemeinsam für das Kind.

  • In der evangelischen Taufe stehen die Fürbitten meist im Schlussteil, kurz vor dem Vaterunser.
  • In der katholischen Taufe gehören sie zum Wortgottesdienst vor der eigentlichen Taufe, das Vaterunser folgt später.
  • Vorgelesen werden sie von Paten, Eltern, Großeltern, Geschwistern oder Freunden.
  • Nach jeder Bitte antwortet die Gemeinde gemeinsam mit einem festen Ruf.

Wie viele Fürbitten gewünscht sind, klärst du am besten im Taufgespräch. Vier bis sechs sind in den meisten Gemeinden üblich. Neben den Fürbitten gehört oft auch die Taufkerze zur Feier.

Fürbitten für das Taufkind

Für das Taufkind stehen Liebe, Schutz und Lebensfreude im Mittelpunkt. Die Worte dürfen zärtlich und hoffnungsvoll sein. Du kannst den Namen des Kindes einfügen, das wirkt persönlicher.

  • "Guter Gott, begleite dieses Kind auf seinem Weg. Schenke ihm Liebe, Geborgenheit und Menschen, die es stärken. Wir bitten dich, erhöre uns."
  • "Lieber Gott, lass dieses Kind in Vertrauen wachsen. Gib ihm Mut, die Welt zu entdecken. Wir bitten dich, erhöre uns."
  • "Gott, halte deine schützende Hand über dieses Kind. Lass es spüren, dass es geliebt ist. Wir bitten dich, erhöre uns."
  • "Wir bitten für dieses Kind. Möge es lachen, staunen und seinen eigenen Weg finden. Sei ihm nahe an jedem Tag."
  • "Wir wünschen diesem Kind Menschen, die zuhören. Menschen, die trösten und mit ihm feiern. Gott, begleite es auf seinem Weg."
  • "Guter Gott, lass dieses Kind gesund und behütet groß werden. Schenke ihm Neugier und ein fröhliches Herz. Wir bitten dich, erhöre uns."

Fürbitten von den Paten

Paten versprechen, das Kind ein Stück seines Lebens zu begleiten. Eine Fürbitte aus ihrem Mund darf genau das ausdrücken: Nähe, Zeit und ein offenes Ohr.

  • "Guter Gott, stärke uns als Paten dieses Kindes. Lass uns verlässliche Begleiter sein. Wir bitten dich, erhöre uns."
  • "Lieber Gott, schenke uns offene Ohren für dieses Kind. Lass uns ihm Zeit, Rat und Nähe geben. Wir bitten dich, erhöre uns."
  • "Gott, hilf uns, gute Vorbilder zu sein. Lass uns ehrlich, geduldig und liebevoll bleiben. Wir bitten dich, erhöre uns."
  • "Wir bitten für unser Patenkind. Möge es wissen, dass es sich auf uns verlassen kann. Sei du bei ihm und bei uns."
  • "Guter Gott, gib uns als Paten ein wachsames Herz. Lass uns da sein, wenn dieses Kind uns braucht. Wir bitten dich, erhöre uns."
  • "Lieber Gott, lass uns diesem Kind ein zweites Zuhause schenken. Begleite uns in dieser schönen Aufgabe. Wir bitten dich, erhöre uns."

Fürbitten von Großeltern und Geschwistern

Auch Großeltern und Geschwister dürfen eine Fürbitte sprechen. Für ältere Geschwister hältst du die Worte einfach, damit sie leicht vorzulesen sind. Großeltern bringen ihre Lebenserfahrung und ihre Ruhe mit.

  • "Lieber Gott, lass uns als Großeltern für dieses Kind da sein. Schenke uns Zeit und Geduld für viele gemeinsame Stunden. Wir bitten dich, erhöre uns."
  • "Guter Gott, gib uns die Ruhe, diesem Kind zuzuhören. Lass uns ihm mit unserer Erfahrung zur Seite stehen. Wir bitten dich, erhöre uns."
  • "Wir bitten für unser Enkelkind. Möge es spüren, wie sehr es geliebt wird. Begleite es an jedem Tag seines Lebens."
  • "Lieber Gott, ich freue mich über mein kleines Geschwisterchen. Lass uns zusammen spielen, lachen und groß werden. Wir bitten dich, erhöre uns."
  • "Guter Gott, pass auf meinen kleinen Bruder oder meine kleine Schwester auf. Lass uns immer gute Freunde bleiben. Wir bitten dich, erhöre uns."
  • "Wir bitten für unsere ganze Familie. Lass uns dieses Kind gemeinsam begleiten, mit Liebe und Zusammenhalt. Sei du in unserer Mitte."

Fürbitten für die Eltern und die Familie

Auch die Eltern dürfen in den Fürbitten vorkommen. Sie tragen viel Verantwortung und brauchen Kraft. Eine gute Bitte würdigt ihre Liebe und ihren Alltag.

  • "Guter Gott, stärke die Eltern dieses Kindes. Gib ihnen Geduld, Freude und Vertrauen. Wir bitten dich, erhöre uns."
  • "Lieber Gott, begleite die Eltern in ihrem Alltag. Lass sie gute Entscheidungen treffen. Schenke ihnen Zeit füreinander und für ihr Kind."
  • "Wir bitten für die Eltern. Mögen sie ihr Kind liebevoll begleiten. Mögen sie auch in schwierigen Momenten Zuversicht finden."
  • "Wir bitten dich für diese Familie. Lass ihr Zuhause ein Ort der Wärme sein. Schenke ihnen Zusammenhalt und Frieden."
  • "Guter Gott, gib den Eltern Kraft für kurze Nächte. Schenke ihnen Humor, Ruhe und viele glückliche Augenblicke. Wir bitten dich, erhöre uns."

Katholische und evangelische Fürbitten: der Unterschied

Inhaltlich ähneln sich Fürbitten in beiden Konfessionen sehr. Sie wünschen dem Kind Schutz, Liebe und einen guten Weg. Die Unterschiede liegen weniger im Wortlaut als im Ort innerhalb der Feier und in der Absprache mit der Gemeinde.

MerkmalKatholischEvangelisch
Platz in der Feierrund um die Taufhandlungim Schlussteil, vor dem Vaterunser
Antwort der Gemeindevariiert je Gemeindevariiert je Gemeinde
Formulierungfrei oder vorgegebenmeist frei formuliert
Abstimmung mitPriester oder PfarreiPfarrperson im Taufgespräch

Beim Antwortruf gibt es keine feste Regel pro Konfession. Häufig ist "Wir bitten dich, erhöre uns". Manche Gemeinden verwenden "Herr, erhöre uns" oder eine andere Antwort. Frag deshalb vorher kurz nach, was bei euch üblich ist.

  • "Guter Gott, wir danken dir für dieses Kind. Lass es in deiner Nähe geborgen sein. Wir bitten dich, erhöre uns."
  • "Herr, schenke diesem Kind Glauben, Hoffnung und Liebe. Begleite es alle Tage seines Lebens. Wir bitten dich, erhöre uns."
  • "Lieber Gott, segne die Eltern und Paten dieses Kindes. Gib ihnen Kraft für ihre Aufgabe. Wir bitten dich, erhöre uns."

Kurze und moderne Fürbitten

Manchmal passt eine sehr schlichte Fürbitte besser. Besonders bei freien Segensfeiern oder nichtkirchlichen Feiern ist das oft schön. Auch weniger religiöse Worte können berühren.

  • "Möge dieses Kind immer wissen, dass es geliebt wird. Möge es sicher und frei aufwachsen."
  • "Wir wünschen diesem Kind Mut für neue Wege. Wir wünschen ihm Menschen, die bleiben."
  • "Möge dieses Kind lachen, fragen und träumen dürfen. Möge es seinen Platz im Leben finden."
  • "Lieber Gott, schenke diesem Kind Schutz und Frieden. Lass es geborgen sein."
  • "Möge dieses Kind stark werden, ohne hart zu werden. Möge es freundlich bleiben und mutig leben."
  • "Wir bitten um Liebe für dieses Kind. Wir bitten um Kraft für seine Familie."

So schreibst du eine eigene Fürbitte in drei Schritten

Eine klassische Fürbitte hat drei Teile. Zuerst kommt eine Anrede, dann die konkrete Bitte, am Ende der gemeinsame Abschluss. Wenn du diese drei Bausteine kennst, schreibst du deine Fürbitte in wenigen Minuten.

So schreibst du eine Fürbitte

Die drei Bausteine im Überblick

  • Anrede: Beginne mit einer Anrede, zum Beispiel "Guter Gott", "Lieber Gott" oder, bei einer freien Feier, einem einfachen "Wir wünschen diesem Kind".
  • Die Bitte: Nenne einen klaren Wunsch, zum Beispiel Schutz, Liebe, Vertrauen oder Mut. Einfache Worte berühren mehr als komplizierte Formulierungen.
  • Abschluss: Schließe mit dem Ruf, den deine Gemeinde nutzt, zum Beispiel "Wir bitten dich, erhöre uns". Kläre vorher, welcher Satz zur Feier passt.

Beginne mit einer einfachen Frage: Was wünschst du diesem Kind wirklich? Meist entsteht daraus schon der erste Satz. Schreibe persönlich, aber nicht zu privat, denn eine Fürbitte wird vor vielen Menschen gelesen.

Halte den Text kurz. Zwei bis drei Sätze reichen meistens aus. Du kannst religiöse Worte nutzen, wenn sie zur Familie passen, oder schlichter formulieren. Wichtig ist, dass der Ton ehrlich bleibt.

Typische Fehler und wie du sie vermeidest

Ein häufiger Fehler ist eine zu lange Fürbitte. Dann verliert sie beim Vorlesen ihre Kraft. Besser sind klare, kurze Gedanken.

Zu unpersönliche Texte wirken schnell leer. Vermeide Floskeln, die nichts mit dem Kind verbinden. Ein konkreter Wunsch macht die Bitte wärmer.

Manche Fürbitten sind schwer vorlesbar. Zu verschachtelte Sätze machen unsicher. Schreibe lieber so, wie du auch sprechen würdest.

Zu viele Fürbitten können den Gottesdienst überladen. Wenige gute Bitten wirken oft stärker. Stimme dich deshalb mit den anderen Vorlesenden ab.

Häufige Fragen

Die Fragen, die zu diesem Thema am häufigsten gestellt werden.

Am stärksten wirken kurze, persönliche Fürbitten mit einem klaren Wunsch. Such dir aus den Beispielen oben eine aus und füge den Namen des Kindes ein. Liebe, Schutz und Vertrauen sind beliebte Themen.

Beginne mit einer Anrede, nenne dann einen konkreten Wunsch und schließe mit dem Ruf deiner Gemeinde. Halte das Ganze auf zwei bis drei Sätze. Frag dich, was du dem Kind wirklich wünschst, daraus entsteht der erste Satz.

Meist reichen vier bis sechs Fürbitten aus. Manche Gemeinden wünschen etwas weniger oder mehr. Frage am besten vorher in der Pfarrei nach.

Oft lesen Paten, Eltern, Großeltern oder Geschwister die Fürbitten. Auch Freunde der Familie können sie übernehmen. Wichtig ist, dass sich die Person damit wohlfühlt.

Eine Fürbitte sollte kurz und gut vorlesbar sein. Zwei bis drei Sätze sind meistens ideal. So bleibt sie klar und berührt trotzdem.

Meist endet sie mit dem gemeinsamen Ruf der Gemeinde, häufig "Wir bitten dich, erhöre uns". Manche Gemeinden verwenden "Herr, erhöre uns" oder eine andere Antwort. Kläre den Abschluss am besten vor der Taufe.

Inhaltlich sind sie sehr ähnlich, beide wünschen dem Kind Schutz, Liebe und einen guten Weg. Der Unterschied liegt vor allem im Ort innerhalb der Feier: katholisch rund um die Taufhandlung, evangelisch eher im Schlussteil. Den genauen Ablauf besprichst du im Taufgespräch.

In einer kirchlichen Taufe haben Fürbitten meist einen religiösen Rahmen. Sie können trotzdem schlicht formuliert sein. Bei freien Feiern sind auch weltliche Wünsche möglich.

Stand: Juni 2026. Wir aktualisieren diesen Artikel regelmäßig.