Eine kunstvoll verzierte weiße Taufkerze mit weichem Kerzenlicht

Taufkerze: Bedeutung, Motive und Gestalten zur Taufe

Eine Taufkerze ist mehr als eine verzierte Kerze. Sie steht für einen der bedeutsamsten Momente im Leben eines Kindes: den Eintritt in die Gemeinschaft der Glaubenden. Wenn du eine Taufkerze gestaltest oder verschenkst, trägst du zur Erinnerung an diesen Tag bei, die oft ein Leben lang bleibt.

Ob du sie selbst gestaltest, gestalten lässt oder fertig kaufst, die Entscheidung für Motive, Farben und Aufschrift ist persönlich. Dieser Ratgeber erklärt, was die Kerze bedeutet, welche Motive passen und worauf es beim Kauf ankommt.

Was steckt hinter dem Licht der Taufkerze?

Die Taufkerze ist ein zentrales Symbol im Taufgottesdienst. Sie steht für das Licht Christi, das auf den Täufling übergeht. In vielen evangelischen und katholischen Gemeinden wird sie an der Osterkerze entzündet. Das macht sichtbar: Dieser Mensch gehört von nun an zum Licht Christi.

Die Osterkerze selbst steht für die Auferstehung Jesu. Die Osterkerze brennt besonders in der Osterzeit und bei Feiern wie Taufen oder Beerdigungen; an ihr wird unter anderem die Taufkerze entzündet. Wenn die Taufkerze an ihr angezündet wird, ist das eine theologisch bedeutsame Geste, keine leere Symbolik.

Viele Familien bewahren die Kerze nach der Taufe sorgfältig auf. Sie kann an späteren Taufjahrestagen, zur Kommunion oder Konfirmation erneut entzündet werden. So begleitet sie den Glaubensweg über viele Jahre.

Konfession und Tradition: kleine Unterschiede

In der katholischen Kirche ist die Taufkerze fest im Taufritual verankert. Der Priester oder Diakon entzündet sie meist direkt nach der Wassertaufe an der Osterkerze, häufig begleitet von einem Segenswort. Auch in der evangelischen Kirche gehört die Taufkerze zum üblichen Ablauf, der genaue Moment des Entzündens kann von Gemeinde zu Gemeinde leicht abweichen.

In Freikirchen oder bei Kindersegnungen ohne Wassertaufe spielt die Kerze meist keine liturgische Rolle. Eine persönliche Erinnerungskerze ist trotzdem üblich und willkommen. Frag im Zweifel kurz bei der Gemeinde oder Pfarrei nach, wie die Kerze im Gottesdienst verwendet wird und ob sie eigene Vorgaben zur Gestaltung hat.

Welche Motive auf die Taufkerze passen, und was sie bedeuten

Die Wahl des Motivs ist persönlich, aber nicht beliebig. Taufmotive tragen christliche Bedeutung. Hier sind die fünf häufigsten mit ihrer Symbolik.

  • Kreuz: das bekannteste christliche Symbol. Es steht für Jesus Christus, Glaube und Zugehörigkeit zur Kirche, wirkt schlicht oder verziert und passt immer.
  • Taube: Symbol für den Heiligen Geist und den Frieden Gottes. Oft in Weiß, Silber oder Gold gestaltet, mit einem Olivenzweig besonders sanft.
  • Fisch: altes christliches Erkennungszeichen. Es steht für Christus und die Zugehörigkeit zum Glauben und wirkt modern und traditionell zugleich.
  • Regenbogen: Symbol für Hoffnung, Schutz und Gottes Versprechen aus dem Bund mit Noah. Bringt Farbe ohne Kitsch, zart oder kräftig gestaltbar.
  • Lebensbaum: steht für Wachstum, Wurzeln und neues Leben. Passt gut zur Taufe als Aufbruch und lässt sich mit Name und Datum ergänzen.

Bei der Farbgestaltung gibt es keine strikte Regel. Klassisch sind Elfenbein oder Weiß, weil sie das Licht und die Reinheit der Taufe unterstreichen. Wer einen Akzent setzen möchte, greift zu sanften Pastelltönen: Rosa oder Apricot für Mädchen, Hellblau oder Grün für Jungen, Senfgelb oder Salbei für eine neutrale Wahl. Die Motive bleiben in allen Fällen gleich; entscheidend ist, dass Name und Datum gut lesbar bleiben.

Name und Taufdatum gehören auf jede Taufkerze. Dazu wählst du eines dieser Motive und optional einen kurzen Spruch. Kurze Texte wie „Gott behüte dich", „Du bist geliebt" oder „Dein Licht leuchte" wirken auf einer Kerze oft stärker als lange Verse. Wenn du einen längeren Taufspruch verwenden möchtest, plane genug Raum ein und wähle eine gut lesbare Schriftgröße.

Selbst gestalten: Schritt für Schritt mit Wachsplatten

So entsteht deine selbst gestaltete Taufkerze

Schritt 1
Planung
Layout auf Papier skizzieren
Schritt 2
Wachs zuschneiden
Motive aus Wachsplatten ausschneiden
Schritt 3
Aufkleben
Wachs kurz erwärmen, sanft andrücken
Schritt 4
Kontrolle
Ränder prüfen, kühl lagern

Als Grundlage brauchst du eine glatte, helle Taufkerze. Dazu passen Wachsplatten, Verzierwachs und feine Wachsstifte. Ein kleines Messer, Ausstecher für einfache Formen und Backpapier zum Zuschneiden helfen. Für Buchstaben gibt es fertige Wachsbuchstaben oder du schreibst direkt mit einem Wachsstift.

Erwärme das Wachs kurz mit den Fingern, bevor du es auf die Kerze drückst. Es haftet dann besser und lässt sich leichter formen. Drücke jedes Element sanft und gleichmäßig an. Zu viel Druck hinterlässt Dellen in der Kerze.

Gestalten lassen oder fertig kaufen?

Wenn dir Zeit, Material oder handwerkliches Geschick fehlt, kannst du eine Taufkerze auch gestalten lassen. Viele Ateliers und Online-Anbieter fertigen persönliche Entwürfe mit Name, Datum und Wunschmotiv an. Der Vorteil ist eine saubere, gleichmäßige Ausführung, die auch auf Fotos gut wirkt.

Fertige Taufkerzen aus dem Kirchenfachhandel sind eine dritte Option. Sie sind oft schlicht gehalten und bieten Raum, Name und Datum nachträglich selbst aufzubringen. Plane bei Bestellungen genug Vorlaufzeit ein, besonders rund um Ostern und Pfingsten, wenn viele Taufen stattfinden.

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In jedem Fall lohnt es sich, Farben und Motiv mit der Gemeinde oder Pfarrei abzustimmen. Manche Gemeinden haben Vorgaben zur Größe oder zu bestimmten Symbolen. Eine kurze Rückfrage vor dem Gestalten verhindert Überraschungen am Tauftag.

Worauf du beim Kauf und bei der Gestaltung achtest

Auswahl-Kriterien

Vier Dinge, die eine gute Taufkerze erfüllen sollte

  • Größe und Brenndauer: Taufkerzen sind in der Regel 25 bis 40 cm hoch. Eine angemessene Länge ermöglicht mehrere spätere Verwendungen ohne zu schnell abzubrennen.
  • Wachsqualität: Hochwertiges Stearin- oder Paraffin-Wachs hält Verzierungen besser und tropft sauberer. Sehr weiches Wachs kann sich verbiegen oder Abdrücke annehmen.
  • Haltbare Verzierung: Aufgeklebte Wachsmotive sollten fest sitzen und nicht zu filigran sein. Sehr dünne Teile können beim Transport oder durch Wärme abbrechen.
  • Lesbarkeit: Name und Datum müssen auch aus etwas Abstand erkennbar sein. Im Gottesdienst reicht für Details kein Nahblick.

Wann wird sie entzündet, und wie bewahrst du sie auf?

Bei der Taufe entzünden meist die Eltern oder Paten die Taufkerze an der Osterkerze. Das Entzünden der Taufkerze ist eine übliche Symbolhandlung nach der eigentlichen Taufe; der Kern der Taufe selbst ist die Übergießung mit Wasser mit der trinitarischen Taufformel. Die Kerze brennt während des Gottesdienstes und wird danach von der Familie mitgenommen.

Nach der Taufe kann die Kerze an Jahrestagen, an der Kommunion oder Konfirmation erneut angezündet werden. Manche Familien zünden sie am Tauftag jedes Jahr kurz an. Das hält die Erinnerung lebendig und gibt dem Kind später eine greifbare Verbindung zu seinem Tauftag.

Größe, Brenndauer und Preis: was du wissen solltest

Taufkerzen sind in der Regel 25 bis 40 Zentimeter hoch. Wer mehr Gestaltungsfläche oder lange Brenndauer für spätere Jahre möchte, greift zur 25×7 oder 30×6 cm-Variante. Eine schlanke 40×4 cm-Kerze wirkt elegant, bietet aber weniger Platz für Verzierungen.

GrößeBrenndauerEignung
25×5 cmetwa 30 StundenKompakt, kleine Motive
25×7 cmetwa 60 StundenBeliebteste Größe, viel Platz
30×6 cmetwa 70 StundenPremium, sehr sichtbar
40×4 cmetwa 50 StundenSchlank und elegant

Bei den Kosten lohnt sich ein klarer Blick: schlichte Taufkerzen aus dem Kirchenfachhandel beginnen bei rund 15 Euro. Persönlich gestaltete Kerzen mit Name, Datum und Wunschmotiv liegen meist zwischen 40 und 70 Euro, individuelle Wunsch-Designs mit Handlettering oder besonderen Materialien darüber. Für eine selbst gestaltete Kerze brauchst du etwa 15 bis 30 Euro Material: Grundkerze, Wachsplatten und Verzierwachs zusammen.

Plane bei Online-Bestellungen mindestens drei bis vier Wochen Vorlaufzeit ein. Rund um Ostern und Pfingsten sind viele Werkstätten ausgelastet, weil dann die meisten Taufen stattfinden. Wer DIY plant, sollte ein bis zwei Wochen vorher mit Motiv und Layout beginnen, damit am Tauftag nichts im Stress entstehen muss.

Was beim Gestalten oft schiefgeht

Die häufigsten Probleme bei selbst gestalteten Taufkerzen lassen sich leicht vermeiden, wenn du sie kennst.

Zu viele Motive auf einmal überfordern die Kerze optisch. Ein Kreuz, der Name und das Datum reichen vollständig aus. Jedes weitere Element, das du hinzufügst, nimmt dem Hauptmotiv Aufmerksamkeit.

Schlecht lesbare Schrift ist ein typisches Problem. Sehr kleine Buchstaben sehen auf der Kerze nah dran schön aus, im Gottesdienst aber erkennt man sie kaum. Wähle eine Schriftgröße, die auch aus einem halben Meter Abstand lesbar ist.

Nicht fest haftende Wachsteile können sich lösen, bevor die Kerze überhaupt entzündet wird. Prüfe jedes Element am Tag vor der Taufe nochmals. Wenn ein Motiv nicht fest genug sitzt, erwärme das Wachs kurz und drücke es erneut sorgfältig an.

Häufige Fragen

Die Fragen, die zu diesem Thema am häufigsten gestellt werden.

Auf eine Taufkerze kommen Name und Taufdatum des Täuflings, dazu ein christliches Symbol wie Kreuz, Taube oder Fisch. Viele ergänzen einen kurzen Spruch oder Segenswunsch. Wichtig ist, dass alles klar und gut lesbar bleibt.

Die Osterkerze steht für die Auferstehung Christi und ist das Licht der Gemeinde. Wenn die Taufkerze an ihr entzündet wird, wird sichtbar, dass der Täufling Anteil an diesem Licht bekommt. Es ist eine theologische Geste: Das Leben des Getauften gehört zum Licht Christi.

Ja, mit Wachsplatten, Verzierwachs und Wachsstiften lässt sich eine persönliche Taufkerze gut selbst gestalten. Plane Motiv, Schrift und Farben vorher auf Papier. Etwas Geduld beim Andrücken der Wachsteile sorgt für ein sauberes Ergebnis.

Üblich sind Taufkerzen zwischen 25 und 40 Zentimetern Höhe. Eine größere Kerze bietet mehr Platz für Motive und hat eine längere Brenndauer für spätere Verwendungen. Stimme die Größe im Zweifel mit der Gemeinde ab, falls es dort Vorgaben gibt.

Eine kurze Rückfrage ist sinnvoll. Manche Gemeinden haben Vorgaben zur Größe oder zu bestimmten Motiven. In vielen Pfarreien sind persönlich gestaltete Kerzen ausdrücklich willkommen. Mit einer Nachfrage bist du auf der sicheren Seite.

Schlichte Taufkerzen aus dem Kirchenfachhandel gibt es ab etwa 15 Euro. Persönlich gestaltete Kerzen mit Name, Datum und Motiv kosten meist zwischen 40 und 70 Euro, individuelle Wunsch-Designs liegen darüber. Wer selbst gestaltet, kommt mit etwa 15 bis 30 Euro Material aus.

Die Taufkerze begleitet das Kind ab der Taufe, oft schon im Babyalter. Die Kommunionkerze wird zur Erstkommunion etwa im Alter von 8 bis 10 Jahren gestaltet und ist oft etwas größer und kindlicher in den Motiven. Viele Familien zünden zur Kommunion auch die Taufkerze wieder an, weil sie die Verbindung zwischen beiden Sakramenten betont.

Eine gut gelagerte Taufkerze hält viele Jahrzehnte. Wichtig sind ein kühler, trockener Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung und eine stabile Aufbewahrungsbox. Viele Familien entzünden die Kerze jedes Jahr am Tauftag und an besonderen Stationen wie Kommunion oder Konfirmation.

HINWEIS

Dieser Artikel bietet Ideen und Orientierung. Stimme Motiv, Größe und Gestaltung im Zweifel mit deiner Gemeinde oder Pfarrei ab, da manche eigene Vorgaben haben.

Stand: Juni 2026.