Junge oder Mädchen?

Der chinesische Empfängniskalender sagt aus deinem Alter und dem Monat der Empfängnis voraus, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird. Eine alte Tradition, zum Träumen und Schmunzeln.

Wie wir rechnen
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Wann bist du geboren?

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Wann war die Empfängnis?

Die Vorhersage

Wähle dein Geburtsjahr und den Monat der Empfängnis, dann zeigen wir dir die Vorhersage.

Wie der Kalender rechnet

Mondalter und Mondmonat

Der chinesische Empfängniskalender braucht nur zwei Werte: dein Mondalter bei der Empfängnis und den Monat, in dem du schwanger geworden bist.

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Mondalter bestimmen

Im chinesischen Mondkalender zählt das Jahr im Mutterleib schon mit. Darum kommt zu deinem Alter bei der Empfängnis etwa ein Jahr dazu.

Alter + 1 = Mondalter
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Mondmonat ablesen

Der zweite Wert ist der Monat der Empfängnis. Wir nehmen den Kalendermonat als Näherung für den chinesischen Mondmonat.

Monat = Mondmonat

Woher kommt der chinesische Empfängniskalender?

Der Überlieferung nach wurde die Tabelle vor rund 700 Jahren in einem Grab nahe Peking gefunden. Sie ordnet dem Alter der Mutter und dem Monat der Empfängnis ein Geschlecht zu. Sichere Belege für ihren Ursprung gibt es kaum.

Heute lebt der Kalender vor allem als spielerischer Zeitvertreib weiter. Viele werdende Eltern probieren ihn aus, vergleichen ihn mit Bauchgefühl und alten Mythen und freuen sich auf das Ergebnis, ohne ihm echtes Gewicht zu geben.

Wie genau ist die Vorhersage wirklich?

Ehrlich gesagt: ungefähr so genau wie ein Münzwurf. Die Trefferquote liegt bei rund 50 zu 50. Studien haben keinen Zusammenhang zwischen Mondalter, Empfängnismonat und dem tatsächlichen Geschlecht gefunden.

Das Geschlecht wird im Moment der Befruchtung festgelegt, allein durch das Chromosom des Spermiums. Weder das Alter der Mutter noch der Monat haben darauf einen Einfluss. Nimm das Ergebnis also mit einem Augenzwinkern.

Junge oder Mädchen: Wann weißt du es sicher?

Verlässliche Antworten geben nur medizinische Methoden. Mit unserem SSW-Rechner siehst du, in welcher Woche du gerade bist und wann die nächsten Untersuchungen anstehen.

Ein nicht-invasiver Bluttest (NIPT) kann das Geschlecht ab etwa Schwangerschaftswoche 10 bestimmen. Im Feinultraschall zwischen Woche 19 und 22 ist es meist gut zu erkennen. Sobald dein Termin feststeht, kannst du ihn mit dem Geburtstermin-Rechner berechnen.

Geschichte des Chinesischen Empfängniskalenders

Der Chinesische Empfängniskalender soll laut überlieferung vor rund 700 Jahren am Hof der chinesischen Kaiserdynastie entstanden sein. Der Legende nach soll eine alte Tabelle in oder nahe Peking gefunden worden sein, belastbare archäologische Quellen dafür fehlen. Wissenschaftliche Belege für diese Herkunfts-Geschichte gibt es nicht, die Methode hat sich aber über die Jahrhunderte verbreitet und wird heute in vielen Kulturen als Volkstradition gepflegt.

Die Tabelle ist einfach aufgebaut: das Alter der werdenden Mutter zum Zeitpunkt der Empfängnis (auf eine bestimmte Art berechnet) wird mit dem Monat der Empfängnis kombiniert. Aus der Kreuzung der beiden Werte ergibt sich die Vorhersage Junge oder Mädchen.

Genauigkeit: was sagt die Statistik?

Statistisch gesehen liegt die Methode auf dem Niveau eines Münzwurfs. Eine große Studie (Villamor et al., 2010, University of Michigan/Karolinska) untersuchte 2.840.755 Schwangerschaften in Schweden (1973-2006) und fand: die Trefferquote war nicht besser als Münzwurf (Kappa-Wert 0,0002, also kein Zusammenhang).

Das ist nicht überraschend: das chromosomale Geschlecht wird beim Befruchtungsmoment durch das Spermium festgelegt (Eizelle trägt X, Spermium X oder Y). Weder Mondalter der Mutter noch Empfängnis-Monat beeinflussen, welches Spermium die Eizelle erreicht.

Was die Methode WIRKLICH leistet

Der Chinesische Empfängniskalender ist kein Diagnose-Werkzeug. Was er leistet: ein nettes Spiel für werdende Eltern, einen Gesprächseinstieg bei Babyparty oder Familienbesuch, eine Brücke zu chinesischer Kultur und Geschichte. Wer ihn ernst nimmt, ist enttäuscht; wer ihn als Tradition versteht, hat eine schöne Anekdote.

Falls dich das Geschlecht deines Babys ernsthaft interessiert: zuverlässige Methoden sind der Pränatal-Ultraschall ab etwa SSW 14-16 (mit qualifizierter Sonografie liegt die Fehlerquote unter 1 Prozent). In Deutschland gilt das Gendiagnostik-Gesetz: das Geschlecht darf erst nach Ablauf der 12. Schwangerschaftswoche mitgeteilt werden. Die nicht-invasive Pränatal-Diagnostik (NIPT) ist je nach Test ab SSW 9 oder 10 möglich, mit hoher Sensitivität und Spezifität (jeweils über 98 Prozent).

Andere Geschlechts-Vorhersage-Mythen

Es gibt unzählige weitere Mythen, die alle keinen wissenschaftlichen Halt haben:

  • Bauch-Form: spitz = Junge, rund = Mädchen. Tatsächlich bestimmt die Anatomie und das Wachstum die Bauchform, nicht das Geschlecht.
  • Schwangerschafts-Uebelkeit: mehr Uebelkeit = Mädchen. Die Evidenz ist gemischt, einige Studien finden einen Zusammenhang bei schwerer Uebelkeit (Hyperemesis) und weiblichem Fetus, andere keinen. Praktisch nicht verlässlich.
  • Süß-Hunger oder Salzig-Hunger: komplett kulturell, keine biologische Basis.
  • Herzschlag-Frequenz im CTG: bei Jungen mehr als 140/min = Mädchen. Falsch, normale Schwankungen.
  • Pendel- oder Ringtest: Bewegung hängt von unbewussten Hand-Mikrobewegungen ab, nicht vom Baby.

Häufige Fragen

Stimmt der chinesische Empfängniskalender?

Nein, nicht zuverlässig. Die Trefferquote liegt bei rund 50 zu 50, also wie bei einem Münzwurf. Einen wissenschaftlichen Zusammenhang zwischen Alter, Empfängnismonat und Geschlecht gibt es nicht. Sieh das Ergebnis als spielerische Vorhersage.

Welche Daten brauche ich für die Vorhersage?

Nur zwei: dein Geburtsdatum und den ungefähren Monat der Empfängnis. Daraus berechnet der Kalender dein Mondalter und liest in der historischen Tabelle ab, ob ein Junge oder ein Mädchen vorhergesagt wird.

Was ist das Mondalter?

Im chinesischen Mondkalender zählt das Jahr im Mutterleib schon mit. Dein Mondalter ist darum etwa ein Jahr höher als dein westliches Alter. Mit 34 Jahren bei der Empfängnis hast du ein Mondalter von 35.

Ab wann kann man das Geschlecht sicher bestimmen?

Ein Bluttest (NIPT) kann es ab etwa Schwangerschaftswoche 10 erkennen. Im Feinultraschall zwischen Woche 19 und 22 ist es meist deutlich zu sehen. Diese Methoden sind verlässlich, der chinesische Kalender ist es nicht.

Woher kommt der chinesische Empfängniskalender?

Der Überlieferung nach stammt die Tabelle aus einem rund 700 Jahre alten Grab nahe Peking. Sichere Belege für ihren Ursprung gibt es nicht. Sie lebt vor allem als Tradition und Zeitvertreib weiter.

Funktioniert das wirklich oder ist es Aberglaube?

Statistisch gesehen ist es Aberglaube. Eine große Studie (Villamor et al., 2010, University of Michigan/Karolinska) mit über 2,8 Millionen Schwangerschaften zeigte: Die Methode kommt nicht über 50 Prozent Treffer hinaus, also Münzwurf-Niveau. Das Geschlecht wird beim Befruchtungsmoment durch das Spermium festgelegt, Mondalter und Empfängnis-Monat haben keinen Einfluss darauf.

Wie wird das Mondalter berechnet?

Die Methode rechnet nicht mit dem westlichen Geburtstag, sondern mit dem chinesischen Mondkalender. Bei Babys, die zwischen Februar und Dezember geboren sind, ist das Mondalter typisch eins höher als das westliche Alter. Bei Januar-Geborenen kann es identisch sein. Unser Rechner übernimmt das automatisch, du gibst nur dein normales Alter und deinen Geburtsmonat ein.

Was ist mit der Whelan-Methode oder Shettles-Methode?

Beide sind älter und versuchen über den Zeitpunkt des Geschlechtsverkehrs das Geschlecht zu beeinflussen (Shettles: Tage vor dem Eisprung = Mädchen, Tag des Eisprungs = Junge). Wissenschaftlich nicht belegt, Studien finden keine signifikanten Effekte. Anders als der Chinesische Kalender ist das nicht nur eine Tradition, sondern eine medizinisch-falsche Behauptung.

Ab wann zeigt der Ultraschall das Geschlecht zuverlässig?

Ab etwa SSW 14-16. In Deutschland gilt das Gendiagnostik-Gesetz: Frauenärzte dürfen das Geschlecht erst ab SSW 14 mitteilen, um geschlechtsspezifische Abtreibungen zu verhindern. Der NIPT-Bluttest kann ab SSW 9 das Geschlecht mit über 99 Prozent Genauigkeit bestimmen, ist aber meist Selbstzahler-Leistung.