Baby-Tee: ab wann und welcher Tee ist geeignet?

Tee braucht dein Baby nicht als tägliches Getränk. In den ersten Monaten reicht Muttermilch oder Säuglingsnahrung. Sobald dein Baby die dritte Beikost-Mahlzeit isst, ist Wasser das beste zusätzliche Getränk, und ungesüßter, für Babys geeigneter Tee kann eine Alternative sein. Gib nie Zucker oder Honig dazu und wechsle die Teesorten ab. Unten liest du, welcher Tee wann passt.

Ab wann darf mein Baby Tee trinken?

In den ersten vier bis sechs Monaten braucht dein Baby nur Muttermilch oder Säuglingsnahrung, sonst nichts zu trinken. Auch bei Hitze braucht ein voll gestilltes oder mit Säuglingsnahrung ernährtes Baby normalerweise kein Wasser oder Tee, sondern häufiger seine Milch. Bei Fieber oder Durchfall holst du kinderärztlichen Rat ein. Ein zusätzliches Getränk bietest du erst an, wenn dein Baby richtig Beikost isst, ab der dritten Beikost-Mahlzeit. Das Getränk der ersten Wahl ist dann Wasser aus einem Becher. Ungesüßter Tee ist eine mögliche Alternative, aber kein Muss.

Welcher Tee ist für Babys geeignet?

Nimm milde, ungesüßte und ausdrücklich für Babys geeignete Sorten. Kräutertees wie Kamille oder Melisse kommen gelegentlich infrage, am besten gezielt bei Beschwerden und nicht als Dauergetränk. Wichtig ist, die Sorten abzuwechseln und nicht ausschließlich Kräutertee zu geben, weil manche Kräutertees natürliche Stoffe wie Pyrrolizidinalkaloide enthalten können. Wasser bleibt deshalb das Hauptgetränk.

Und Fencheltee für mein Baby?

Fencheltee galt lange als klassischer Babytee, hier ist aber Zurückhaltung sinnvoll. Fenchel enthält von Natur aus Estragol, einen Stoff, dessen Gesundheitsrisiko sich derzeit nicht abschließend bewerten lässt. Deshalb gibst du Fencheltee Säuglingen vorsorglich nicht routinemäßig. Hat dein Baby anhaltende Bauchschmerzen oder Blähungen, hol dir kinderärztlichen Rat, statt selbst literweise Tee zu geben.

Wie viel Tee darf mein Baby trinken und wie bereite ich ihn zu?

Es gibt keine feste Trinkmenge, biete zu den Beikost-Mahlzeiten einfach etwas an. Bevorzuge Wasser und gib Tee nur zwischendurch und abwechselnd. Gieß Kräutertee mit sprudelnd kochendem Wasser auf, lass ihn mindestens fünf Minuten ziehen und danach auf Trinktemperatur abkühlen, denn das heiße Wasser reduziert mögliche Keime. Lass den Tee nicht stundenlang stehen.

Häufige Fragen

Die Fragen, die zu diesem Thema am häufigsten gestellt werden.

Erst ab dem Beikostalter, etwa ab der dritten Beikost-Mahlzeit. Davor reicht Muttermilch oder Säuglingsnahrung. Das erste zusätzliche Getränk ist dann Wasser; ungesüßter Tee ist nur eine mögliche Alternative.

Milde, ungesüßte und ausdrücklich für Babys geeignete Sorten wie Kamille oder Melisse, am besten gezielt bei Beschwerden. Wechsle die Sorten ab und gib Kräutertee nicht als alleiniges Getränk. Wasser bleibt das Hauptgetränk.

Gib ihn vorsorglich nicht routinemäßig. Fenchel enthält Estragol, dessen Gesundheitsrisiko sich derzeit nicht abschließend bewerten lässt. Hat dein Baby anhaltende Bauchschmerzen oder Blähungen, hol dir kinderärztlichen Rat.

Nein. Zucker fördert Karies und gewöhnt dein Baby an süßen Geschmack, auch fertige Instant-Tees enthalten oft Zucker. Honig ist im ersten Lebensjahr wegen der Gefahr von Säuglingsbotulismus zusätzlich tabu.

Wasser. Ab dem Beikostalter ist Wasser aus dem Becher das beste zusätzliche Getränk, am besten Leitungswasser in Trinkwasserqualität. Ungesüßter Tee ist nur eine gelegentliche Alternative, kein Ersatz für Wasser.

HINWEIS

Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Hat dein Baby anhaltende Beschwerden oder bist du unsicher, besprich das mit deiner Kinderärztin, deinem Kinderarzt oder deiner Hebamme.

Stand: Juli 2026.