Hier findest du alle Rechner rund um die Schwangerschaft - von der ersten Frage nach dem positiven Test bis zur Geburt. Geburtstermin, Schwangerschaftswoche, Mutterschutz, Eisprung und Vorsorge-Termine, jede Antwort beruht auf den gleichen Grundlagen wie dein Mutterpass.
Welcher Rechner passt zu welcher Phase?
Im fruehen Trimester (Woche 1-12) sind die wichtigsten Tools der Eisprung-Rechner und der Einnistungs-Rechner - sie helfen bei Kinderwunsch und der ersten Bestaetigung. Der Chinesische Empfaengniskalender ist ein nettes Spiel fuer werdende Eltern (statistisch nicht aussagekraeftig). Sobald die Schwangerschaft bestaetigt ist, sind der Geburtsterminrechner und der SSW-Rechner deine taegliche Begleitung.
Im zweiten Trimester (Woche 13-27) wirst du planerischer. Der Termin-Planer zeigt dir alle 10 Vorsorge-Termine nach G-BA-Standard mit konkreten Datums-Empfehlungen. Der Mutterschutz-Rechner berechnet deine 6 Wochen vor und 8 Wochen nach Geburt - wichtig fuer die Kommunikation mit Arbeitgeber.
Im dritten Trimester (Woche 28-40) hilft der Tritte-Zaehler, ein Gefuehl fuer das individuelle Bewegungsmuster deines Babys zu bekommen. Wichtig: die deutsche S3-Leitlinie empfiehlt kein routinemaessiges Zaehlen, sondern auf deutlich reduzierte oder veraenderte Kindsbewegungen zu achten und diese abklaeren zu lassen.
Wie berechnen wir die Schwangerschaftswoche?
Wir nutzen die Naegele-Regel, die in Deutschland in Mutterschaftsrichtlinien und Mutterpass verankert ist. Sie zaehlt ab dem ersten Tag deiner letzten Periode (LMP), nicht ab der Befruchtung. Die Berechnung: LMP plus 280 Tage (40 Wochen) = errechneter Geburtstermin. Du bist also schon "schwanger" im SSW-Sinne, bevor du es tatsaechlich bist - die ersten 2 Wochen sind technisch noch der Zyklus.
Bei kuenstlicher Befruchtung oder genau bekannter Konzeption rechnen wir alternativ ueber das Konzeptionsdatum: Konzeption plus 266 Tage = ET. Beide Methoden ergeben den gleichen ET bei einem durchschnittlichen 28-Tage-Zyklus mit Eisprung am Tag 14.
Wichtig: nur etwa 4 Prozent der Babys werden am errechneten Termin geboren. Der medizinische Begriff "rechtzeitig" deckt einen Zeitraum von SSW 37+0 bis SSW 41+6 ab - ein Fenster von 5 Wochen.
Welche Vorsorge-Untersuchungen sind verpflichtend?
Die G-BA-Mutterschaftsrichtlinien sehen regelmaessige Vorsorge-Termine vor, die von der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet werden - im Regelfall alle 4 Wochen, in den letzten 2 Monaten alle 2 Wochen (praktisch oft 10-12 Termine). Plus 3 Ultraschall-Termine (SSW 9-12, 19-22, 29-32). Plus das Screening auf Schwangerschaftsdiabetes (SSW 24+0 bis 27+6): zuerst ein 50-g-Suchtest, bei auffaelligem Ergebnis ein 75-g-Glukose-Toleranz-Test.
Diese Termine sind ein Mindeststandard. Bei Risiko-Schwangerschaften (Mehrlinge, chronische Erkrankungen, Komplikationen in vorherigen Schwangerschaften) plant die Frauenaerztin haeufigere Termine.
Wer privat versichert ist, hat oft Anspruch auf zusaetzliche Untersuchungen wie den NIPT-Bluttest oder erweiterte Ultraschall-Sequenzen. Sprich mit deiner Krankenkasse und Frauenaerztin ueber individuelle Optionen.
Mutterschutz: ab wann, wieviel und was wenn ich frueher ausfalle?
Das Mutterschutzgesetz (MuSchG) sichert dir 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und 8 Wochen nach der Geburt zu - das sind Beschaeftigungsverbote, in denen dein Arbeitgeber dich nicht beschaeftigen darf. Bei Fruehgeburten oder Mehrlingen sind es 12 Wochen nach der Geburt.
Faellt der Mutterschutz frueher aus (Risikoschwangerschaft, individuelles Beschaeftigungsverbot), bekommst du Mutterschutzlohn als Lohnausgleich. Dafuer braucht es ein aerztliches Attest. Tipp: melde dich frueh bei Krankenkasse und Arbeitgeber - die Antraege brauchen Vorlaufzeit.
Haeufige Fragen
Sind diese Rechner medizinisch validiert?
Ja. Alle Schwangerschaftsrechner basieren auf den deutschen Mutterschaftsrichtlinien (G-BA), den AWMF-Leitlinien und WHO-Empfehlungen. Wir nutzen die Naegele-Regel fuer den Geburtstermin und MuSchG-§3 fuer Mutterschutz. Trotzdem ersetzt kein Rechner ein Beratungsgespraech mit deiner Frauenaerztin oder Hebamme.
Brauche ich ein Konto fuer die Rechner?
Nein. Alle Tools laufen direkt im Browser ohne Account, ohne Cookies und ohne Datenuebertragung an Server. Deine Eingaben bleiben lokal auf deinem Geraet.
Was tun bei Abweichungen vom errechneten Geburtstermin?
Nur etwa 4 Prozent der Babys werden am ET geboren. Der medizinische Begriff "rechtzeitig" deckt SSW 37+0 bis 41+6 ab. Bei Ueberschreiten des ET besprich mit deiner Frauenaerztin oder Hebamme, ob eine Einleitung oder weiteres Abwarten sinnvoll ist.
Kann ich den Geburtstermin auch nach Konzeptionsdatum berechnen?
Ja - der Geburtsterminrechner bietet beide Methoden an. Die Konzeptions-Methode (LMP plus 266 Tage) ist genauer bei kuenstlicher Befruchtung. Die Naegele-Regel (LMP plus 280 Tage) ist Standard in Deutschland.
Welcher Rechner ist am wichtigsten?
Aus medizinischer Sicht: der Termin-Planer (verpasse keine Vorsorge). Praktisch oft am wichtigsten: der SSW-Rechner fuer die taegliche Orientierung und der Mutterschutz-Rechner fuer die Arbeitgeber-Kommunikation. Der Tritte-Zaehler hilft im dritten Trimester ein Gefuehl fuer das Bewegungsmuster zu bekommen - achte vor allem auf deutliche Abnahme und lass diese abklaeren.