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SSW-Rechner

Mit dem SSW-Rechner ermittelst du anhand des ersten Tages deiner letzten Periode oder des Empfängnisdatums die aktuelle Schwangerschaftswoche und den errechneten Geburtstermin nach Naegele.

BO
Mamenza-Redaktion
Zuletzt geprüft 29. April 2026 · 4 Min. Lesezeit
Inhaltlich abgeglichen mitG-BA · BZgA
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Der SSW-Rechner ist ein einfaches Werkzeug zur Berechnung der aktuellen Schwangerschaftswoche und des errechneten Geburtstermins. Du gibst den ersten Tag deiner letzten Periode ein, optional auch deine Zykluslänge, und der Rechner berechnet sofort SSW und ET nach der Naegele-Regel.

Der Rechner ersetzt keine Frauenarzt-Untersuchung, gibt dir aber eine erste Orientierung. Bei der Erstuntersuchung wird der ET ggf. anhand der Embryonen-Größe im Ultraschall korrigiert.

Was bedeutet das in der Praxis?

Wenn du einen positiven Schwangerschaftstest hast und wissen willst, in welcher SSW du bist, hilft der Rechner schnell. Du brauchst nur den ersten Tag deiner letzten Periode (LMP, last menstrual period). Der Rechner zeigt dir dann:

  • Die aktuelle SSW im Format Woche+Tage (z.B. SSW 8+3).
  • Den errechneten Geburtstermin in 40 Wochen ab LMP.
  • Manchmal auch das aktuelle Trimester und die nächsten Vorsorge-Termine.

Welche Formeln werden verwendet?

Standard ist die Naegele-Regel: ET = LMP + 7 Tage + 9 Monate. Bei einem Zyklus von 28 Tagen ist die Berechnung exakt. Bei abweichenden Zyklen wird korrigiert:

  • Zyklus länger als 28 Tage: ET = LMP + 7 Tage + 9 Monate + (Zykluslänge - 28) Tage.
  • Zyklus kürzer als 28 Tage: ET = LMP + 7 Tage + 9 Monate - (28 - Zykluslänge) Tage.

Beispiel: LMP 1. März, Zyklus 30 Tage → ET = 8. Dezember + 2 Tage = 10. Dezember.

Die aktuelle SSW ergibt sich aus der Differenz zwischen heute und dem LMP, geteilt durch 7. Beispiel: 71 Tage = 10 Wochen 1 Tag = SSW 10+1.

Grenzen des Rechners

  • Unsicheres LMP: wenn du nicht sicher weißt, wann deine letzte Periode war (z.B. nach Pillen-Pause oder unregelmäßigen Zyklen), wird der Rechner ungenau.
  • IVF-Schwangerschaften: hier zählt der Embryotransfer-Tag plus 14 Tage als "LMP-Äquivalent". Frag deine Kinderwunschpraxis nach genauen Daten.
  • Korrektur per Ultraschall: der erste Ultraschall in SSW 9-12 misst die Embryonen-Größe und korrigiert den ET, falls die Rechnung nicht passt.
  • Geburt selbst: nur 4% der Babys kommen am ET, der Rechner sagt nicht den exakten Tag voraus.

Häufige Fragen

Die Fragen, die Eltern uns zu diesem Thema am häufigsten stellen.

Wenn dein Zyklus 28 Tage hat, nicht. Bei abweichenden Zyklen wird die Berechnung genauer, wenn du die Zykluslänge angibst.

Schätze nach bestem Wissen oder warte auf den ersten Ultraschall. Dieser ist genauer und legt den endgültigen ET fest.

Nicht direkt. Bei IVF wird der Embryotransfer-Tag plus 14 Tage als virtuelles LMP eingegeben. Frag deine Kinderwunschpraxis nach den genauen Daten.

Bei sicherem LMP und 28-Tage-Zyklus stimmen Rechner und Ultraschall meist auf 3-5 Tage überein. Bei größeren Abweichungen gilt der Ultraschall.

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Stand: April 2026 – wir aktualisieren diesen Artikel regelmäßig.