Kefir aus pasteurisierter oder ultrahocherhitzter Milch kannst du in der Schwangerschaft in üblichen Mengen trinken. Wichtig ist, dass die Milch pasteurisiert ist, denn Kefir aus Rohmilch kann Listerien enthalten und ist nicht geeignet. Bei der Gärung entsteht zwar ein geringer Alkoholanteil. Da in der Schwangerschaft keine sichere Alkoholmenge festgelegt werden kann, wählst du möglichst milden oder ausdrücklich alkoholfreien Kefir oder greifst zu Joghurt oder Buttermilch. Unten liest du, worauf du achten solltest.
Darf ich Kefir in der Schwangerschaft trinken?
Ja, wenn er aus pasteurisierter oder ultrahocherhitzter Milch hergestellt wurde. Gekaufter Kefir aus dem Kühlregal wird in der Regel aus solcher Milch hergestellt und ist aus Sicht der Milchhygiene unbedenklich. Produkte aus Rohmilch müssen den Hinweis mit Rohmilch hergestellt tragen: Steht der Hinweis auf der Packung, lässt du den Kefir weg, fehlt er, wurde keine Rohmilch verwendet. Bei selbstgemachtem Kefir kommt es darauf an, welche Milch du nimmst.
Warum ist Kefir aus Rohmilch ein Problem?
Rohmilch ist nicht erhitzt und kann Krankheitserreger wie Listerien enthalten. In der Schwangerschaft kann eine Listeriose deinem Baby schaden, auch wenn du selbst kaum etwas merkst. Deshalb meidest du Rohmilch und Produkte aus Rohmilch, dazu zählt auch Kefir aus Rohmilch. Pasteurisierte Milch ist erhitzt worden, wodurch solche Keime stark reduziert wurden.
Und der Alkohol im Kefir?
Bei der Gärung wandeln Hefen einen kleinen Teil des Milchzuckers um, dabei entsteht ein geringer Alkoholanteil, je nach Herstellungsverfahren unterschiedlich viel. Da in der Schwangerschaft keine sichere Alkoholmenge festgelegt werden kann, wählst du möglichst milden oder ausdrücklich alkoholfreien Kefir oder greifst zu Joghurt oder Buttermilch und beachtest die Produktangaben. Selbstgemachter oder lange gereifter Kefir kann etwas mehr Alkohol enthalten, deshalb ist gekaufter milder Kefir hier die einfachere Wahl.
Häufige Fragen
Die Fragen, die zu diesem Thema am häufigsten gestellt werden.
Aus hygienischer Sicht ja, wenn er aus pasteurisierter oder ultrahocherhitzter Milch ist; Kefir aus Rohmilch meidest du wegen der Listerien. Weil bei der Gärung etwas Alkohol entsteht und keine sichere Alkoholmenge festgelegt werden kann, wählst du möglichst milden oder alkoholfreien Kefir oder Joghurt und Buttermilch.
Weil Rohmilch nicht erhitzt ist und Listerien enthalten kann. Eine Listeriose kann deinem Baby schaden, auch wenn du selbst kaum etwas merkst. Pasteurisierte Milch ist erhitzt worden, wodurch solche Keime stark reduziert wurden.
Nur ein geringer Alkoholanteil, der bei der Gärung entsteht, je nach Herstellungsverfahren unterschiedlich viel. Da in der Schwangerschaft keine sichere Alkoholmenge festgelegt werden kann, wählst du möglichst milden oder alkoholfreien Kefir oder Joghurt und Buttermilch. Selbstgemachter oder lange gereifter Kefir kann etwas mehr enthalten.
Ohne Beschwerden ist das kein Grund zur Panik. Treten Fieber, grippeähnliche Beschwerden, Muskelschmerzen, Erbrechen oder Durchfall auf, wende dich zeitnah an deine Frauenärztin oder deinen Frauenarzt und erwähne den möglichen Rohmilchverzehr.
Nur, wenn du mit pasteurisierter oder ultrahocherhitzter Milch startest, nie mit Rohmilch. Bedenke, dass Alkohol- und Keimgehalt bei selbstgemachtem Kefir weniger genau zu kontrollieren sind. Im Zweifel ist gekaufter milder Kefir die einfachere Wahl.
Produkte aus Rohmilch müssen den Hinweis mit Rohmilch hergestellt tragen. Steht der Hinweis auf der Packung, lässt du den Kefir weg. Fehlt er, wurde keine Rohmilch verwendet. Kefir aus dem Kühlregal ist in der Regel aus pasteurisierter oder ultrahocherhitzter Milch.
HINWEIS
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bist du dir bei Kefir oder anderen gesäuerten Milchprodukten unsicher, besprich das mit deiner Frauenärztin, deinem Frauenarzt oder deiner Hebamme.
Stand: Juli 2026.