PERSÖNLICHE VORLAGE

Erstelle deinen Geburtsplan

Halte deine Wünsche und Entscheidungen für die Geburt fest. Als PDF drucken oder per E-Mail teilen.

Wie wir rechnen
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So füllst du den Plan

Du musst nichts ausfüllen, wenn dir ein Bereich nicht wichtig ist. Bei medizinischen Punkten wählst du zwischen Wunsch, „Bei Notwendigkeit OK” oder Ablehnung. Alles bleibt in deinem Browser, bis du auf „Drucken” klickst.

1Persönliche Daten

Wer du bist und wo du planst zu gebären.

2Begleitpersonen

Wer ist bei der Geburt anwesend?

3Atmosphäre im Kreißsaal

Was hilft dir, dich wohl zu fühlen?

4Geburtsphasen-Präferenzen

Wie möchtest du die Wehen erleben? Sprich diese Punkte mit deiner Hebamme oder Ärztin ab.

5Medizinische Interventionen

Sprich diese Punkte mit deiner Hebamme oder Ärztin ab. Diese Vorlage ist kein medizinisches Protokoll.

6Nach der Geburt

Die ersten Minuten und Stunden mit deinem Baby.

7Plan B – Kaiserschnitt

Wenn ein Sectio nötig wird: was bleibt dir wichtig?

8Notizen + Unterschriften

Platz für alles, was sonst noch wichtig ist.

Fülle mindestens ein Feld aus, um deinen Plan herunterzuladen.
A4-Vorschau · Geburtsplan

Dein Plan wird hier sichtbar

Fang links bei „Persönliche Daten” an. Was du ausfüllst, erscheint sofort in der A4-Vorschau.

Was ist ein Geburtsplan und brauche ich einen?

Ein Geburtsplan ist ein kurzes Dokument, in dem du deine Wünsche und Entscheidungen für den Verlauf der Geburt festhältst. Er ist keine Garantie und kein rechtsverbindlicher Vertrag, sondern ein Gesprächsleitfaden zwischen dir, deiner Begleitperson, deiner Hebamme und dem Team im Kreißsaal. Berufsverbände wie der Deutsche Hebammenverband empfehlen, Wünsche zur Geburt vorab schriftlich festzuhalten, weil das Gespräch mit dem Team dadurch fokussierter wird. Auch wenn nicht jeder Punkt umgesetzt werden kann, hilft der Plan dabei, sich später an die Entscheidungen zu erinnern.

Du brauchst keinen Geburtsplan, wenn du das nicht möchtest. Manche Frauen entscheiden lieber im Moment und vertrauen vollständig auf das Team. Andere möchten vorab klären, welche Schmerzmittel infrage kommen, ob die Nabelschnur auspulsieren darf oder wer beim ersten Hautkontakt dabei ist.

Beide Wege sind in Ordnung. Wenn du allerdings Themen wie Periduralanästhesie, Kaiserschnittszenarien oder Vitamin-K-Gabe schon im Voraus besprochen haben möchtest, ist ein Plan das schnellste Werkzeug, um deine Gedanken zu sortieren.

Wann solltest du deinen Geburtsplan schreiben?

Ein guter Zeitpunkt liegt zwischen der 32. und 36. Schwangerschaftswoche. Davor sind viele Entscheidungen noch theoretisch, danach kann der Stress vor der Geburt das ruhige Nachdenken erschweren.

In dieser Phase hast du bereits die meisten Vorsorgeuntersuchungen hinter dir und kennst die Klinik oder das Geburtshaus, in dem du entbinden möchtest. Wenn du noch nicht sicher bist, in welcher Woche du gerade bist, hilft dir unser SSW-Rechner tagesgenau weiter.

Verlasse dich auf den errechneten Termin als groben Anker, nicht als Stichtag. Unser Geburtstermin-Rechner zeigt das Fenster, in dem dein Baby vermutlich kommt: nur etwa vier Prozent der Babys werden exakt am ET geboren. Plane also so, dass dein Plan ab Woche 36 fertig und besprochen ist, damit du auch bei einer früheren Geburt vorbereitet bist. Bei vorzeitigen Wehen kann es nämlich schneller gehen als gedacht.

Welche Themen gehören in den Geburtsplan?

Unsere Vorlage gliedert sich in acht Bereiche. Jeder Bereich enthält Entscheidungen, die im Kreißsaalalltag tatsächlich eine Rolle spielen. Nichts davon ist Pflicht: Lass die Punkte aus, die für dich nicht wichtig sind.

Begleitung und Atmosphäre. Wer ist während der Geburt dabei? Manche Frauen wollen ausschließlich den Partner an ihrer Seite, andere zusätzlich eine Doula oder die Beleghebamme. Hier hältst du auch fest, ob du gedämpftes Licht, Musik oder Stille bevorzugst.

Eröffnungsphase. Möchtest du dich frei bewegen, im Wasser entspannen oder das CTG mobil tragen? Das CTG wird in vielen Kliniken eingesetzt, oft auch als Telemetrievariante, sodass Bewegung trotzdem möglich ist. Sprich mit deiner Hebamme darüber, wann das CTG bei dir eingesetzt wird.

Schmerzlinderung. Hier nennst du, welche Methoden infrage kommen. Optionen reichen von Atemtechniken und Akupressur über Lachgas und Opioide bis zur PDA. Lege auch fest, wann du sie angeboten haben möchtest und wann nicht (zum Beispiel: "PDA bitte nur anbieten, wenn ich aktiv danach frage").

Geburtsposition. Rückenlage, Vierfüßlerstand, Gebärhocker oder Gebärwanne. Sprich vorab mit der Hebamme darüber, welche Positionen in deiner Klinik gut begleitet werden können.

Dammschutz und Geburtsverletzungen. Möchtest du vorher informiert werden, wenn ein Dammschnitt erwogen wird? Welche begleitenden Maßnahmen wünschst du dir?

Welche konkreten Techniken angewendet werden, entscheidet die Hebamme im Verlauf, aber dein Wunsch nach Information vorab kann hier festgehalten werden. Wie unterschiedlich der Verlauf aussehen kann, beschreibt zum Beispiel Annas Geburtsbericht aus einer Hausgeburt in Köln.

Erste Versorgung des Babys. Soll die Nabelschnur erst auspulsieren? Wer schneidet sie durch?

Ist direkter Hautkontakt nach der Geburt gewünscht, also Bonding für mindestens eine Stunde? Wann sollen die U1-Untersuchung, das Wiegen und die Vitamin-K-Gabe stattfinden?

Stillen und Kolostrum. Möchtest du sofort anlegen? Ist Beifütterung mit Pre-Nahrung in den ersten Stunden in Ordnung oder nur als Ausnahme? Diese Punkte werden später im Wochenbett entscheidend.

Notfallszenario. Was passiert, wenn es zu einem Kaiserschnitt kommen muss oder eine Geburtseinleitung ansteht? Wer darf in den OP mit, wer übernimmt den Hautkontakt mit dem Baby, wenn du noch nicht kannst?

Diese Punkte fühlen sich beim Schreiben unangenehm an, aber genau für solche Momente lohnt sich der Plan. Das Team kann dann handeln, ohne dich in der akuten Situation lange fragen zu müssen.

Erfahrungsgemäß brauchst du pro Bereich zwei bis fünf kurze Sätze, mehr nicht. Lange Begründungen interessieren das Team im Kreißsaal weniger als klare Präferenzen. Schreib: "Bitte eine PDA erst anbieten, wenn ich aktiv danach frage" statt eines Absatzes über deine Schmerzphilosophie.

Mit wem besprichst du den Plan?

Drei Gespräche reichen meistens. Erstens: dein Partner oder die Begleitperson. Was dieser Person wichtig ist (Foto, Nabelschnur durchschneiden, Übernachten), gehört in den Plan.

Zweitens: die Hebamme, idealerweise bei einem Vorsorgetermin in Woche 34 oder 36. Sie kennt die Routinen der Klinik und kann sofort sagen, was realistisch ist und wo es Reibung geben könnte.

Drittens: die Klinik selbst, entweder beim Infoabend oder im Anmeldegespräch im Kreißsaal. Manche Kliniken haben Formulare, die deinen Plan ergänzen oder ersetzen.

Wenn du in NRW lebst und noch keine Hebamme hast, hilft unsere Übersicht der Hebammenverbände bei der Suche. Wenn die Wehen zu Hause beginnen oder du unsicher bist, ist deine Hebamme die erste Ansprechpartnerin. Halte deinen Mutterpass bei allen Gesprächen griffbereit, weil dort der Verlauf deiner Vorsorge dokumentiert ist.

Wenn die Geburt anders verläuft als geplant

Der Plan ist ein Wunsch, kein Vertrag. Viele Geburten verlaufen anders als zuvor gedacht. Eine Frühgeburt, ein ungeplanter Kaiserschnitt oder eine schnelle Eröffnungsphase ohne Zeit für die PDA: All das kommt vor. Wichtig ist: nicht die Umsetzung jedes einzelnen Punktes entscheidet, ob deine Geburt für dich gut war, sondern das Gefühl, gehört und einbezogen worden zu sein.

Wenn das Team von deinem Plan abweicht, hast du das Recht, in jedem Moment nachzufragen, warum. Auch nach der Geburt darfst du den Verlauf besprechen. Viele Hebammen bieten ein Nachgespräch im Wochenbett an, in dem offene Fragen geklärt werden. Auf vielen Schwangerschafts-Portalen findest du dazu Informationen rund um Geburt und Wochenbett bereit.

Manche Frauen empfinden Abweichungen vom Plan als Enttäuschung, andere als Erleichterung. Beide Reaktionen sind normal. Hilfreich ist, im Vorhinein zu wissen, dass der Plan ein Werkzeug für die Vorbereitung ist und nicht das Drehbuch für den eigentlichen Tag.

Wenn du das Gefühl hast, nach der Geburt etwas verarbeiten zu wollen, sprich es bei der Nachsorge mit deiner Hebamme an. Sie kann auch an psychologisch geschulte Beratungsstellen verweisen, falls nötig.

So nutzt du unsere Vorlage

Die Vorlage oben ist interaktiv. Du gehst Bereich für Bereich durch, klickst die Optionen an oder schreibst eigene Notizen. Wenn du fertig bist, druckst du den Plan oder speicherst ihn als PDF.

Wir speichern nichts auf unseren Servern. Lege die ausgedruckte Version in die Kliniktasche, am besten zweimal, damit auch das Team eine Kopie behalten kann. Eine vollständige Packliste findest du in unserem Kliniktasche-Ratgeber.

Plane für das Ausfüllen rund 30 Minuten ein. Lies die Optionen in Ruhe, sprich mit deinem Partner, und nimm den Plan zum nächsten Vorsorgetermin mit. Wenn du parallel deinen Mutterschutz vorbereitest, hilft unser Mutterschutz-Rechner bei den Schutzfristen rund um den errechneten Termin.

Häufige Fragen

Brauche ich überhaupt einen Geburtsplan?

Nein, ein Geburtsplan ist freiwillig. Er hilft dir aber dabei, deine Wünsche zu sortieren und sie mit Partner, Hebamme und Klinik im Voraus zu besprechen. Wenn du dich lieber im Moment entscheiden möchtest, ist das genauso in Ordnung.

Akzeptiert die Klinik meinen Geburtsplan?

Die meisten Kliniken in Deutschland nehmen Geburtspläne entgegen und beachten sie, soweit medizinisch möglich. Sie sind kein rechtsverbindliches Dokument, aber das Team berücksichtigt deine Wünsche. Sprich den Plan beim Anmeldegespräch oder spätestens bei der Aufnahme aktiv an.

Wie lang sollte ein Geburtsplan sein?

Eine Seite, maximal zwei. Das Team hat im Kreißsaal nicht die Zeit, fünf Seiten durchzulesen. Konzentriere dich auf die Punkte, die dir wirklich wichtig sind, und lass den Rest weg.

Wann sollte ich ihn der Hebamme zeigen?

Bei einem Vorsorgetermin zwischen SSW 34 und SSW 36. Dann hat die Hebamme Zeit, Punkte zu kommentieren, dir klinikspezifische Routinen zu erklären und Erwartungen abzugleichen. Vorher kann der Plan noch zu allgemein sein.

Was passiert, wenn ich einen Kaiserschnitt brauche?

Auch für den Kaiserschnitt kannst du Wünsche festhalten: wer mit in den OP darf, ob das Baby direkt zu dir oder dem Partner kommt, ob die Nabelschnur erst auspulsieren darf. Bei einem geplanten Kaiserschnitt besprichst du diese Punkte mit dem Anästhesieteam beim Vorgespräch.

Können wir Wünsche während der Geburt noch ändern?

Ja, jederzeit. Der Plan ist ein Ausgangspunkt, keine Verpflichtung. Wenn du während der Geburt plötzlich doch eine PDA möchtest oder eine andere Position bevorzugst, sag das deinem Team. Niemand wird dich auf deinen Plan festlegen.

Sollte mein Partner ihn auch unterschreiben?

Unterschriften sind nicht nötig, aber dein Partner sollte den Plan kennen und mittragen. Im Kreißsaal vertritt er oder sie deine Wünsche, wenn du selbst gerade nicht ansprechbar bist. Geht den Plan also gemeinsam durch, bevor ihr ihn ausdruckt.