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Erstes Trimester T1 Prä-embryonale Phase

Woche drei

Die Befruchtung, hier entsteht der allererste Anfang.

Nach Befruchtung
Tag 1-7
Frühe Zellteilung
Zellteilungen
2 → 16 → 100+
Bis zur Blastozyste
Bis Test möglich
± 7-10 Tage
Ab Befruchtung
Trimester
1 von 3
Woche 1-13
Was passiert diese Woche?

Die Befruchtung findet statt

Befruchtung
01

Was passiert diese Woche in deinem Körper?

Befruchtung & Einnistung
Befruchtung findet statt

Etwa 24 Stunden nach dem Eisprung trifft das Spermium auf die Eizelle, oft im Eileiter. Die befruchtete Eizelle (Zygote) entsteht, der Beginn der Schwangerschaft.

Neu diese Woche
Zellteilung beginnt

Die Zygote teilt sich rasch, von 1 auf 2 Zellen, dann 4, 8, 16. Nach drei bis vier Tagen ist die Morula (16 Zellen) auf dem Weg zur Gebärmutter.

Durchgängig
Geschlecht wird festgelegt

Bereits bei der Befruchtung wird das Geschlecht festgelegt, abhängig davon, ob ein X- oder Y-Spermium die Eizelle befruchtet. Sichtbar wird es aber erst Wochen später.

Durchgängig
Wanderung zur Gebärmutter

Die sich teilende Zygote wandert vom Eileiter zur Gebärmutter, eine Reise von etwa 3 bis 5 Tagen. Dort beginnt am Ende der Woche die Einnistung.

Durchgängig
02

Wo stehst du jetzt im Zeitstrahl?

Zeitstrahl

Du bist jetzt in der Phase nach dem Eisprung. Falls eine Befruchtung stattgefunden hat, wandert die Zygote durch den Eileiter Richtung Gebärmutter. Messbar ist das in der Regel noch nicht.

LMPWoche 1
EisprungWoche 2
Befruchtung · jetztWoche 3
EinnistungWoche 3-4
Test +Woche 4-5
03

Was spürst du selbst diese Woche?

Frühe Zeichen

Basaltemperatur bleibt erhöht

Häufig

Nach dem Eisprung bleibt die Basaltemperatur erhöht (etwa 0,5 °C über der Vor-Eisprung-Temperatur). Bei Schwangerschaft bleibt sie auch nach Tag 14 erhöht.

Basaltemperatur verstehen →

Brustspannen leicht möglich

Möglich

Erste hormonelle Veränderungen können sich als leichte Brustspannen bemerkbar machen. Andere spüren noch nichts.

Frühe Anzeichen einordnen →

Einnistungsblutung möglich

Selten

Bei manchen Frauen kommt es zur Einnistung zu einer leichten, kurzen Blutung (etwa 7 bis 10 Tage nach Eisprung). Oft hellrot oder braun, schwach. Häufig wird das mit dem Beginn der Periode verwechselt.

Einnistung verstehen →

Meist noch keine Anzeichen

Normal

Die meisten Frauen merken in SSW 3 noch nichts von der Schwangerschaft, weil das hCG-Hormon noch nicht ausreichend produziert wird.

Wann testen? →
04

Deine Checkliste für diese Woche

Vorbereitung

Woche 3, To-do

0 / 5
  • 400 µg täglich (bei spätem Beginn kurz vor oder nach der Konzeption im 1. Trimenon 800 µg), falls noch nicht erfolgt sofort beginnen. Idealerweise schon drei Monate vor der Schwangerschaft.

    Sofort
  • Falls Schwangerschaft möglich: kein Alkohol, kein Nikotin, übermäßiges Koffein reduzieren, keine rohen tierischen Lebensmittel.

    Diese Woche
  • Bei Kinderwunsch oder zur Schwangerschafts-Planung Zyklus und Eisprungszeichen notieren. Apps wie NFP oder Zyklus-Apps können helfen.

    Laufend
  • Test ist vor der ausgebliebenen Periode nicht zuverlässig. Frühestens etwa 7 bis 10 Tage nach Eisprung mit Frühtest, sicherer ab Tag der ausgebliebenen Periode.

    Bis SSW 4
  • Falls Schwangerschaft möglich: mit Ärztin alle aktuellen Medikamente besprechen, manche müssen umgestellt werden.

    Diese Woche
05

Was dich diese Woche erwartet

Überblick

Schwangerschaftswoche 3 ist die Woche, in der eine mögliche Schwangerschaft tatsächlich beginnt, allerdings noch komplett unsichtbar. Wenn du in der vorigen Woche einen Eisprung hattest und es zur Befruchtung gekommen ist, reist gerade ein winziger Zellhaufen durch den Eileiter Richtung Gebärmutter. Du wirst diese Woche höchstwahrscheinlich noch nichts spüren und kein Test wird anschlagen. Trotzdem ist es eine biologisch hoch komplexe Phase, in der entscheidende Weichen gestellt werden.

Was passiert in deinem Körper in Woche 3?

Innerhalb der ersten 24 Stunden nach dem Eisprung trifft die Eizelle im äußeren Drittel des Eileiters auf die Spermien. Setzt sich ein einzelnes Spermium durch, verschmelzen die Zellkerne von Ei- und Samenzelle zur sogenannten Zygote, einer einzigen Zelle, die bereits den vollständigen Bauplan eines Menschen enthält, mit 23 Chromosomenpaaren.

Schon nach rund 30 Stunden beginnt die erste Zellteilung. Aus einer Zelle werden zwei, dann vier, dann acht. Nach drei bis vier Tagen liegt eine kompakte Zellkugel vor, die Morula, die langsam durch den Eileiter rollt. Etwa am fünften Tag bildet sich daraus die Blastozyste, ein hohler Zellverband mit zwei klar getrennten Zellgruppen: einer äußeren, aus der später die Plazenta entsteht, und einer inneren, dem späteren Embryo selbst.

Die Blastozyste erreicht etwa fünf bis sieben Tage nach der Befruchtung die Gebärmutter. Dort schwimmt sie zunächst frei in der Gebärmutterhöhle, bis sie sich gegen Ende dieser Woche, klassisch um Tag 21 nach der letzten Periode, in die gut vorbereitete Schleimhaut einnistet. Erst mit dieser Einnistung beginnt biologisch eine Schwangerschaft im engeren Sinn.

Warum noch nichts messbar ist

Das Schwangerschaftshormon humanes Choriongonadotropin, kurz hCG, wird erst gebildet, wenn sich die Blastozyste in die Gebärmutterschleimhaut eingenistet und mit dem Aufbau der frühen Plazenta begonnen hat. In Woche 3 ist dieser Prozess noch im Gang, sodass selbst sensitive Bluttests in der Regel noch keine eindeutige Aussage liefern können. Mehr Hintergrund dazu findest du im Ratgeber zum Schwangerschaftstest.

Auch klassische erste Anzeichen wie Ziehen in den Brüsten, Übelkeit oder Müdigkeit treten meist erst auf, wenn der hCG-Spiegel deutlich angestiegen ist, also frühestens ab Woche 4 oder 5. Wenn du diese Woche etwas wahrnimmst, ist das eher zyklusbedingt, nicht zwangsläufig schwangerschaftsspezifisch.

Manche Frauen erleben rund um die Einnistung eine sogenannte Einnistungsblutung, eine sehr leichte, hellrote bis bräunliche Schmierblutung, die nur Stunden bis maximal zwei Tage anhält. Sie ist harmlos, tritt aber nur bei einem Teil der Schwangerschaften auf und ist kein verlässliches Zeichen. Bleibt sie aus, sagt das also nichts über die Schwangerschaft selbst.

Was du jetzt tun und lassen solltest

Auch wenn du keine Symptome hast, lebe diese Woche so, als wärst du bereits schwanger. Konkret heißt das: kein Alkohol, kein Nikotin, möglichst wenig Koffein, Vorsicht bei rohem Fleisch, rohem Fisch und Rohmilchkäse, und bewusster Umgang mit Medikamenten. Im Zweifel hilft Embryotox oder ein kurzer Anruf in deiner Frauenarztpraxis, bevor du etwas einnimmst.

Behalte die Folsäure konsequent bei. Genau jetzt entstehen die ersten Strukturen, aus denen sich später das Neuralrohr formt, also Gehirn und Rückenmark. Eine ausreichende Folsäureversorgung in dieser Phase senkt das Risiko für Neuralrohrdefekte nachweislich deutlich.

Emotional ist diese Woche eine Übungsstrecke im Aushalten. Du wirst noch keine Sicherheit haben, kein Test wird klar reagieren, und Symptome geben kein verlässliches Bild. Versuche, deinen Alltag normal weiterzuleben, schlafe ausreichend, bewege dich moderat und lies dich in Ruhe in die üblichen Vorsorgeschritte ein, damit du weißt, was dich in den kommenden Wochen erwartet.

Häufige Fragen zu SSW 3

Was werdende Eltern uns am häufigsten zu dieser Woche fragen.

Etwa 24 Stunden nach dem Eisprung. Das Spermium trifft auf die Eizelle, oft im Eileiter, die Zygote entsteht. Bei einer typischen Zykluslänge von 28 Tagen passiert das um Tag 14, also Mitte SSW 3.

Frühestens etwa 7 bis 10 Tage nach Eisprung mit Frühtest, also in SSW 4. Sicherer ab Tag der ausgebliebenen Periode (Ende SSW 4 / Anfang SSW 5). Vorher ist hCG meist noch nicht ausreichend nachweisbar.

Bei manchen Frauen kommt es zur Einnistung der Blastozyste in die Gebärmutterschleimhaut zu einer leichten, kurzen Blutung (etwa 7 bis 10 Tage nach Eisprung). Oft hellrot oder braun, schwach. Häufig wird das mit dem Beginn der Periode verwechselt.

400 µg täglich (bei spätem Beginn kurz vor oder nach der Konzeption im 1. Trimenon 800 µg), idealerweise schon drei Monate vor der Schwangerschaft. Reduziert das Risiko für Neuralrohrdefekte beim Kind, weil sich das Nervenrohr in SSW 5 und 6 schließt.

Bereits bei der Befruchtung. Das X-Chromosom kommt von der Mutter, das X- oder Y-Chromosom vom Vater. Wenn ein Y-Spermium die Eizelle befruchtet, entsteht ein Junge (XY), wenn ein X-Spermium, ein Mädchen (XX).

Nicht abwarten bei diesen Warnsignalen:

  • Vaginale Blutung unabhängig von Stärke.
  • Vorzeitige Wehen regelmäßig und schmerzhaft vor SSW 37.
  • Plötzlicher Flüssigkeitsabgang Verdacht auf Blasensprung.
  • Starker Kopfschmerz mit Sehstörungen Verdacht auf Präeklampsie.
  • Plötzliche Schwellung von Gesicht und Händen ebenfalls Präeklampsie-Verdacht.
  • Deutlich reduzierte Kindsbewegungen über mehrere Stunden (als Warnsignal relevant, sobald die Bewegungen regelmäßig spürbar sind, etwa ab SSW 24).
  • Hohes Fieber über 38,5 °C Infektion früh klären.
  • Einseitiger Beinschmerz mit Schwellung und Wärme DVT-Verdacht.

Im Zweifel anrufen statt googeln.