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Drittes Trimester T3

Woche einunddreißig

Viele Babys wechseln jetzt in Kopflage. Der Mutterschutz beginnt bald — klär mit Arbeitgeber letzte Details.

Noch zu gehen
9 Wochen
± 63 Tage
Trimester
3 von 3
Woche 28–42
Monat
Monat 8
Drittes Trimester
Größe

So groß wie eine Ananas

Ananas zum Vergleich
Embryo Woche 31
Schwanger in Woche 31
Länge
41,1 cm
Gewicht
1500 Gramm
01

Was passiert diese Woche mit deinem Baby?

Entwicklung · Embryo
Alle fünf Sinne aktiv

Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten funktionieren in Grundzügen. Das Baby nimmt seine Umwelt im Mutterleib intensiv wahr und sammelt erste sensorische Erfahrungen für die Geburt.

Neu diese Woche
Baby dreht sich idealerweise kopfwärts

Die Schädellage ist die ideale Geburtsposition. Etwa 95 Prozent der Babys drehen sich bis SSW 36 spontan, sonst kann eine äußere Wendung von der Hebamme erwogen werden.

Neu diese Woche
Atembewegungen koordiniert

Das Baby übt rhythmische Atembewegungen mit Fruchtwasser. Das Zwerchfell arbeitet mit, was für die ersten echten Atemzüge nach der Geburt eine wichtige Vorbereitung ist.

Neu diese Woche
Iris reagiert auf Lichtwechsel

Die Pupillen verengen und weiten sich je nach Lichtstärke. Diese Reaktion zeigt, dass das visuelle System weiter reift und auf die Außenwelt nach der Geburt vorbereitet ist.

Neu diese Woche
02

Was spürst du selbst diese Woche?

Häufige Symptome · Woche 31

Bauchumfang deutlich

Häufig

Du wirkst nun unübersehbar schwanger. Achte auf bequeme Kleidung, gute Schuhe und genug Pausen, der wachsende Bauch fordert deinen Körper jetzt täglich neu heraus.

Mehr zur Vorsorge →

Wassereinlagerungen können zunehmen

Häufig

Hochlagern der Beine, ausreichend trinken und Bewegung helfen weiterhin. Bei plötzlich starker Schwellung im Gesicht oder den Händen ist eine ärztliche Kontrolle des Blutdrucks ratsam.

Tipps gegen Müdigkeit →

Mutterschutz-Frist 6 Wochen vor ET

Häufig

Der gesetzliche Mutterschutz beginnt sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin. Informiere deinen Arbeitgeber rechtzeitig, das schützt dich vor Kündigung und sichert dein Mutterschaftsgeld.

Mehr zum Mutterschutz →

Vorwehen einzeln spürbar

Häufig

Braxton-Hicks-Kontraktionen treten häufiger auf. Sie sind unregelmäßig, schmerzlos und bereiten den Uterus auf die Geburt vor, anders als echte Wehen werden sie nicht stärker.

Wann zur Klinik? →
03

Deine Checkliste für diese Woche

0 von 6 abgehakt

Woche 31, To-do

0 / 6
  • Die meisten Kliniken bieten eine Online-Voranmeldung an. Lade dort deine Daten und den Mutterpass hoch, das spart bei der Aufnahme Zeit.

    Diese Woche
  • Hol dir die Bescheinigung deiner Frauenärztin und gib sie beim Arbeitgeber ab. Der Mutterschutz beginnt sechs Wochen vor Geburtstermin.

    Bis SSW 32
  • Dein Baby wächst jetzt stark. Iss eiweißreich, vitaminreich und trink ausreichend. Eine große Portion Gemüse pro Mahlzeit ist ein guter Richtwert.

    Ab jetzt
  • Bodys Größe 56 und 62, Schlafsack, Wickelunterlage und Erstlings-Windeln gehören in den Schrank. Frag im Freundeskreis nach gebrauchten Sachen.

    Bis SSW 34
  • Wenn dein Kurs noch läuft, achte besonders auf Atemtechniken und Geburtspositionen. Übe sie zuhause mit Partner oder Partnerin.

    Diese Woche
  • Sammle Lohnabrechnungen der letzten zwölf Monate und Geburtsurkunde-Antrag. Das Elterngeld kannst du nach der Geburt rückwirkend für drei Monate beantragen.

    Bis SSW 36
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Diese Woche ausprobieren

Optional · 3 Vorschläge
Eiweißreiches Frühstück testen

Probiere ein Frühstück mit Quark, Beeren und Haferflocken. Eiweiß unterstützt das Wachstum deines Babys und hält dich länger satt.

10 Min
Atemübung im Vierfüßlerstand

Vier Sekunden einatmen, sechs Sekunden ausatmen. Diese Atmung ist eine zentrale Technik in der Geburt und entlastet sofort den Rücken.

5 Min
Bauchfoto und Brief schreiben

Mach ein Foto von deinem Bauch und schreib deinem Baby einen Brief. Solche Erinnerungen sind später unbezahlbar und schaffen Bindung.

20 Min
05

Was dich diese Woche erwartet

Übersicht · Woche 31

Willkommen in der Schwangerschaftswoche 31. Dein Baby misst etwa 41 Zentimeter und wiegt rund 1500 Gramm, ungefähr so viel wie eine Ananas. Diese Woche steht ein deutlicher Wachstumsschub an: Dein Baby legt nun jede Woche bis zu 250 Gramm zu, vor allem Fett und Muskelmasse. Für dich heißt das, deinen Energie- und Nährstoffbedarf bewusst zu decken. Parallel rückt der Mutterschutz nahe und die Anmeldung in der Geburtsklinik gehört auf die Wochenliste. Mit angepasster Ernährung und gezielter Geburtsvorbereitung legst du jetzt die Basis für einen entspannten Endspurt.

Entwicklung deines Babys in Woche 31

Alle fünf Sinne deines Babys sind aktiv. Es schmeckt das Fruchtwasser, das je nach deiner Ernährung leicht variiert, hört deine Stimme und Geräusche von außen, fühlt sanften Druck auf den Bauch und sieht Helligkeitsunterschiede.

Viele Babys liegen jetzt schon mit dem Kopf nach unten, andere drehen sich erst in den nächsten Wochen. Beide Varianten sind normal. Falls dein Baby in Beckenend- oder Querlage liegt, beobachtet die Hebamme das in den nächsten Vorsorgen genau.

Die Atembewegungen sind nun gut koordiniert. Dein Baby atmet zwar kein echtes Fruchtwasser, sondern bewegt das Zwerchfell rhythmisch. So trainiert es die Atemmuskulatur für den ersten echten Atemzug nach der Geburt.

Die Pupillen reagieren auf Helligkeitsunterschiede. Wenn du eine Taschenlampe sanft auf den Bauch richtest, kann sich dein Baby zur Quelle drehen oder gerade weg drehen. Das ist ein Zeichen, dass die visuelle Verarbeitung im Gehirn funktioniert.

Im Knochenmark läuft die Blutbildung jetzt auf Hochtouren. Eisen aus deiner Ernährung ist dafür entscheidend, achte auf eisenhaltige Lebensmittel wie rote Beete, Linsen und mageres Fleisch. Bei niedrigem Hb-Wert verschreibt dir die Frauenärztin ein Eisenpräparat.

Auch das Immunsystem deines Babys arbeitet immer eigenständiger. Antikörper aus deinem Blut wandern weiter in den Blutkreislauf des Kindes und legen den Grundstein für den sogenannten Nestschutz nach der Geburt.

Die Hautfalten am Bauch deines Babys werden langsam glatter, weil Fettpolster die Konturen runden. Auch das Gesicht wirkt voller, mit Wangen und kleinen Hautfalten am Hals.

Auch die Atemmuskulatur trainiert weiter. Dein Baby macht Atembewegungen mit dem Zwerchfell, ohne echtes Fruchtwasser einzuatmen. So bereitet es sich auf den ersten echten Atemzug vor.

Was passiert in deinem Körper?

Dein Bauchumfang ist jetzt deutlich, viele Frauen tragen ab dieser Woche fast nur noch Umstandsmode. Die Gebärmutter erreicht etwa elf Zentimeter über dem Nabel und drückt weiterhin auf Magen, Lunge und Blase.

Wassereinlagerungen können zunehmen. Geschwollene Knöchel am Abend sind häufig und harmlos, solange sie sich nachts wieder zurückbilden. Hochlagern, Kompressionsstrümpfe und Bewegung helfen messbar. Sprich mit Hebamme oder Frauenärztin, wenn die Schwellung auch im Gesicht oder an den Händen auffällt.

Die Mutterschutzfrist beginnt sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin, also voraussichtlich in SSW 34. Kläre die letzten Details mit deinem Arbeitgeber, übergib laufende Projekte und bereite dich auf den Übergang in die Schutzfrist vor.

Auch deine Verdauung wird langsamer. Sodbrennen kann ab dieser Woche täglich auftreten. Sechs kleine Mahlzeiten statt drei großer, langsam essen, kein scharfes oder fettiges Essen am Abend und ein leicht erhöhter Oberkörper im Bett verschaffen Linderung.

Manche Frauen entwickeln in dieser Phase Hämorrhoiden, weil Druck und Verstopfung sich addieren. Sitzbäder mit Eichenrinde, milde Salben aus der Apotheke und ballaststoffreiche Ernährung mit viel Wasser bringen schnelle Linderung. Sprich offen mit Hebamme oder Apotheke darüber, das Thema ist häufig.

Die Brüste werden weiter größer und empfindlicher. Ein gut sitzender, kontinuierlich passender Schwangerschafts-BH ohne Bügel entlastet Schultern und Rücken. Nach der Geburt brauchst du dann zusätzlich Still-BHs, die du jetzt schon einplanen kannst.

Auch Brustwarzen werden empfindlicher und bilden sich auf das Stillen vor. Manchmal tritt erstes Kolostrum aus, das ist ein gutes Zeichen für einen späteren Stillstart.

Auch Schlafstörungen nehmen zu. Häufige Toilettengänge, Sodbrennen, Rückenschmerzen und unruhige Träume reduzieren die Schlafqualität. Eine Mittagspause oder ein kurzes Nickerchen am Nachmittag gleicht das aus.

Diese Woche im Fokus: Wachstum und Klinik-Anmeldung

Der Wachstumsschub deines Babys verlangt eine angepasste Ernährung. Eiweißreiche Mahlzeiten mit Quark, Hülsenfrüchten oder magerem Fleisch und reichlich Gemüse versorgen dich und dein Baby optimal. Achte auf Folsäure, Eisen und Jod, ein Schwangerschafts-Multivitamin nach Absprache mit der Hebamme rundet das ab.

Bei der Klinik-Anmeldung lädst du Mutterpass, Personaldokumente und Krankenkasseninfos hoch. Viele Kliniken bieten Online-Formulare, andere verlangen einen Vor-Ort-Termin. So weiß die Aufnahme bei Geburtsbeginn sofort Bescheid.

Falls du eine spezielle Klinik wünschst, etwa mit Hebammen-Kreißsaal oder Wassergeburt, prüfe Verfügbarkeit und melde dich rechtzeitig an. Die Geburtsplanung wird konkreter, jetzt ist der richtige Zeitpunkt für ehrliche Wünsche und Entscheidungen.

Plane eine eiweißreiche Mahlzeit pro Tag fest ein. Quark mit Beeren zum Frühstück, Linsensuppe zum Mittag oder ein Omelett zum Abendessen versorgen dich und dein Baby optimal. Eiweiß ist Grundbaustein für das schnelle Wachstum.

Auch Omega-3-Fettsäuren sind jetzt besonders wichtig. Lachs aus zertifizierter Quelle ein bis zweimal pro Woche, Walnüsse, Leinöl und Rapsöl liefern wertvolle Bausteine für das fetale Gehirn. Eine zusätzliche Algenöl-Kapsel kann sinnvoll sein.

Bei der Klinik-Anmeldung lohnen sich Fragen zu Hebammen-Verfügbarkeit, Geburtspositionen und Schmerzmanagement. Auch die Frage, ob du bei spätem Kommen direkt im Kreißsaal aufgenommen wirst oder zuerst in die Aufnahme musst, hilft am Tag X.

Plane einen festen Termin für eine kurze Klinik-Tour. Auch wenn du online angemeldet bist, gibt dir der Vor-Ort-Eindruck Sicherheit. Du siehst Aufnahme, Kreißsaal und Wochenstation und kannst Fragen direkt loswerden.

Plane bewusst eine Vor-Ort-Tour in der Klinik, auch wenn du online angemeldet bist. Du siehst Aufnahme, Kreißsaal und Wochenstation, das gibt am Tag X enorme Sicherheit.

Was dich emotional erwartet

Mit dem nahenden Mutterschutz verändert sich auch dein innerer Fokus. Beruf rückt in den Hintergrund, das Baby in den Vordergrund. Viele Frauen empfinden diesen Übergang als befreiend, andere als verunsichernd. Beide Gefühle sind normal.

Sprich mit deinem Umfeld über deine Wünsche im Wochenbett. Wer darf wann zu Besuch kommen, wer kocht oder bringt Essen, wer übernimmt Geschwisterkinder oder Haushalt? Eine klare Absprache nimmt euch im Wochenbett enorm viel Stress.

Schreibe dir ruhig deine Erwartungen an die Geburt auf. Was wünschst du dir, was möchtest du auf jeden Fall vermeiden? Diese Notizen werden später Grundlage für deinen Geburtsplan, den ihr in den nächsten Wochen mit Hebamme oder Klinik besprechen könnt.

Manche Frauen entwickeln in dieser Phase Schlaflosigkeit, die mit gedanklichem Karussell zu tun hat. Schreib abends in ein kleines Notizbuch, was dich beschäftigt, oder höre einen geführten Entspannungs-Podcast. Beides senkt das Aktivitätsniveau im Kopf.

Wenn ihr Geschwisterkinder habt, plant gezielt Geschwister-Zeit. Lasst sie ein kleines Geschenk für das Baby aussuchen oder gemeinsam einen Familien-Tag gestalten. So entstehen positive Erinnerungen vor dem großen Umbruch.

Denke an deine Selbstfürsorge. Eine Pediküre, ein Massagetermin oder ein langer Spaziergang tun deinem Körper gut und schenken Vorfreude. Solche kleinen Inseln stützen dich in dieser intensiven Phase.

Sammle Erfahrungen anderer Mütter, aber lass dich nicht überfordern. Jede Geburt ist anders, jedes Baby anders. Vertrau auf deinen Körper und das Hebammen-Team.

Auch eine kurze Tagebuch-Notiz pro Tag hilft, Gefühle zu sortieren. Drei Sätze, was heute schön war, was schwer war und worauf du dich freust. Solche kleinen Routinen schenken Klarheit.

Plane bewusst Bewegung im Alltag. Treppen statt Aufzug, ein zusätzlicher Spaziergang am Abend, eine Runde Schwangerschaftsyoga. Bewegung lindert Rückenschmerzen, verbessert den Schlaf und stärkt Ausdauer für die Geburt.

Auch deinen Beckenboden kannst du jetzt täglich gezielt trainieren. Drei Mal zehn sanfte Anspannungen, jeweils fünf Sekunden halten. Eine starke Beckenboden-Muskulatur erleichtert Geburt und Wochenbett spürbar.

Wann du Hebamme oder Klinik kontaktieren solltest

In dieser Phase gibt es klare Warnzeichen für einen sofortigen ärztlichen Termin. Dazu gehören regelmäßige, schmerzhafte Wehen vor SSW 37, ein vorzeitiger Blasensprung mit Flüssigkeitsabgang, helle Blutungen oder eine deutliche Reduktion der Kindsbewegungen.

Auch ein plötzlich auftretender, sehr starker Juckreiz, vor allem nachts an Händen und Füßen, sollte ärztlich abgeklärt werden. Schwangerschafts-Cholestase ist gut behandelbar, aber muss erkannt werden.

Bei Praeeklampsie-Verdacht, also plötzlichen Kopfschmerzen, Sehstörungen, Oberbauchschmerzen oder schneller Wassereinlagerung im Gesicht, fahre direkt in die Klinik. Diese Erkrankung kann schnell ernst werden.