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Drittes Trimester T3

Woche vierzig

Der errechnete Geburtstermin ist nur ein Richtwert. Nur ein kleiner Teil der Babys kommt genau an diesem Tag.

Noch zu gehen
0 Wochen
Geburtstermin!
Trimester
3 von 3
Woche 28–42
Monat
Monat 9
Drittes Trimester
Größe

So groß wie eine Wassermelone

Wassermelone zum Vergleich
Embryo Woche 40
Schwanger in Woche 40
Länge
51,2 cm
Gewicht
3460 Gramm
01

Was passiert diese Woche mit deinem Baby?

Entwicklung · Embryo
Voraussichtlicher Geburtstermin (ET)

Der errechnete Termin ist nur ein Richtwert, die wenigsten Babys kommen exakt an diesem Tag. Die normale Spanne reicht von SSW 37+0 bis 41+6 ohne erhöhtes Risiko.

Neu diese Woche
Plazenta-Verkalkungen sichtbar

Die Plazenta zeigt zunehmend Verkalkungen, ein normales Zeichen der Reife. Die Funktion bleibt meist gut, wird aber engmaschig per CTG und Ultraschall überwacht und kontrolliert.

Neu diese Woche
Fruchtwasser nimmt natürlich ab

Die Fruchtwassermenge reduziert sich physiologisch. Bei jeder Vorsorge wird das Volumen per Ultraschall kontrolliert, deutlich verminderte Mengen können eine Geburtseinleitung medizinisch nötig machen.

Neu diese Woche
Nur ca. 4% gebären exakt am ET

Statistisch kommen nur etwa vier Prozent aller Babys exakt am errechneten Termin. Über 90 Prozent werden zwischen SSW 37 und 42 geboren, jeder Verlauf ist individuell.

Neu diese Woche
02

Was spürst du selbst diese Woche?

Häufige Symptome · Woche 40

Geduld trainieren

Häufig

Die Tage rund um den ET können emotional fordern. Lenk dich ab, ruhe dich aus, sammle Kräfte und vertraue darauf, dass dein Baby den richtigen Moment finden wird.

Mehr zu Hormonen →

Kontrollen alle 2-3 Tage

Häufig

Ab dem ET wird engmaschig kontrolliert. CTG, Ultraschall und Fruchtwassermessung geben Sicherheit, dass es Mutter und Kind gut geht und der Geburtsbeginn ohne Eile abgewartet werden darf.

Mehr zum CTG →

Bewegung und ruhige Spaziergänge fördern

Häufig

Spaziergänge, Treppensteigen und Wippen auf dem Pezziball können Wehen anregen. Wirksame Wehencocktails nur in Absprache mit der Hebamme, vorher unbedingt das CTG kontrollieren lassen.

Mehr zur Vorsorge →

Schlafmangel und Erschöpfung

Häufig

Schlafen wird immer schwieriger, Erschöpfung normal. Akzeptiere Hilfe im Haushalt, koche vor und friere ein, das entlastet die ersten Wochen mit dem Neugeborenen erheblich.

Mehr zur Ernährung →

Blasensprung oder regelmäßige Wehen

Sofort abklären

Ein Blasensprung oder regelmäßige Wehen alle fünf Minuten sind klare Zeichen, in die Klinik zu fahren. Auch ohne diese Anzeichen werden Mutter und Kind ab dem ET engmaschig überwacht.

Wehen-Erkennung zuhause →
03

Deine Checkliste für diese Woche

0 von 6 abgehakt

Woche 40, To-do

0 / 6
  • Nur etwa 4 bis 5 Prozent aller Babys kommen exakt am errechneten Termin. Atme tief und nimm dir täglich kleine Freuden vor.

    jeden Tag
  • Ab dem ET stehen Kontrollen alle 2 bis 3 Tage an. Plane sie fest in deinen Tagesablauf.

    diese Woche
  • Lange Spaziergänge, Treppensteigen, sanftes Yoga. Bewegung kann Wehen sanft fördern, ohne dich zu erschöpfen.

    täglich
  • Stelle sicher, dass du sie auch nachts erreichst. Frage nach der Vertretungs-Regelung im Bedarfsfall.

    diese Woche
  • Lieferdienste, Babysitter für Geschwisterkinder, Hund-Hilfe. Halte alles abrufbereit.

    diese Woche
  • Kinokarte, Spaziergang, Einkauf. Der Mutterpass gehört in jede Tasche, weil eine Wehen-Welle plötzlich kommen kann.

    jederzeit
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Diese Woche ausprobieren

Optional · 3 Vorschläge
Sanftes Yoga für die Geburtsvorbereitung

Stellungen wie Schmetterling, Kindshaltung und Vierfüßler entlasten den Beckenboden und können die Geburt sanft fördern.

20 Min
Warmes Bad mit Lavendel

Maximal 38 Grad Wassertemperatur, 20 Minuten, mit Lavendelöl-Tropfen. Beruhigt das Nervensystem und hilft beim Loslassen.

25 Min
Tagebuch für die letzten Schwangerschafts-Tage

Schreibe auf, was du jetzt fühlst. Diese Notizen werden dir später viel bedeuten und helfen jetzt beim Sortieren.

15 Min
05

Was dich diese Woche erwartet

Übersicht · Woche 40

Mit der 40. Schwangerschaftswoche erreichst du den errechneten Geburtstermin. Dein Baby misst etwa 51 Zentimeter und wiegt rund 3460 Gramm. Aber: Der ET ist nur ein Richtwert. Studien zeigen, dass nur etwa 4 bis 5 Prozent aller Babys exakt an diesem Tag geboren werden. Die meisten Kinder kommen ein paar Tage davor oder danach. Diese Woche steht im Zeichen von Geduld, regelmäßigen Kontrollen und einer aktiven, aber gelassenen Haltung. Dein Körper weiß, wann er bereit ist, und dein Baby gibt das Startsignal.

Entwicklung deines Babys in Woche 40

Dein Baby ist vollständig geburtsreif. Die Plazenta zeigt deutliche Verkalkungs-Stellen, was bei dieser Woche völlig normal ist. Sie versorgt dein Baby weiterhin zuverlässig, wird aber im Verlauf der nächsten zwei Wochen weniger leistungsfähig.

Das Fruchtwasser nimmt natürlicherweise leicht ab. Per Ultraschall wird die Menge regelmäßig kontrolliert. Solange genug Fruchtwasser vorhanden ist und das Baby aktiv bleibt, ist Warten weiterhin sicher.

Mekonium hat sich vollständig im Darm gesammelt. Manche Babys scheiden bereits geringe Mengen ins Fruchtwasser ab, was sich durch grünliche Verfärbung zeigt. Das wird beim CTG und Ultraschall mitbeobachtet.

Die Reflexe deines Babys sind vollständig ausgebildet. Saugen, Schlucken, Greifen, Moro-Reflex und der Suchreflex helfen ihm, die ersten Wochen außerhalb der Gebärmutter zu meistern. Diese Reflexe sind angeboren und werden von Hebamme oder Kinderärztin direkt nach der Geburt überprüft.

Auch die Sinnesorgane sind funktionsfähig. Geruch, Geschmack, Tastsinn, Hörsinn und Sehsinn arbeiten, wenn auch in unterschiedlichen Reifegraden. Der Tastsinn ist am weitesten entwickelt, der Sehsinn braucht noch Wochen, um zu schärfen.

Dein Baby hat alle Voraussetzungen für ein gesundes Leben außerhalb der Gebärmutter. Atmung, Verdauung, Immunsystem und Hormonhaushalt arbeiten autonom.

Die Plazenta nähert sich ihrem Ende der Lebensdauer, versorgt das Baby aber weiterhin zuverlässig. Ein engmaschiges Monitoring sichert ab, dass die Versorgung gut bleibt.

Was passiert in deinem Körper?

Die Vorsorge findet jetzt alle 2 bis 3 Tage statt. Üblich sind Blutdruck, Gewicht, Urin, CTG und gelegentlich Ultraschall mit Fruchtwasser-Messung. Diese engmaschige Beobachtung ist Standard und kein Alarm.

Der Muttermund kann sich weiter geöffnet haben oder noch geschlossen sein. Beides ist möglich, beides ist normal. Der Befund sagt wenig über den genauen Geburtszeitpunkt aus.

Müdigkeit, Reizbarkeit und Ungeduld sind in dieser Woche fast garantiert. Auch häufiger Harndrang, leichte Übelkeit und Verdauungs-Veränderungen können auftreten und werden manchmal als Geburtsanzeichen interpretiert.

Die Mutterbänder, also die Halterbänder der Gebärmutter, sind maximal gedehnt. Bewegungen wie Aufstehen aus der Liegeposition oder ein Niesen können kurz, aber heftig ziehen. Stütze deinen Bauch beim Aufstehen oder rolle dich zur Seite, bevor du dich aufrichtest.

Hormonelle Veränderungen können in den letzten Tagen vor Geburt zu emotionalen Schwankungen führen. Tränen ohne ersichtlichen Grund, Reizbarkeit oder Euphorie wechseln sich ab. Akzeptiere diese Achterbahn als Vorbereitungsmechanismus.

Die Gebärmutter ist maximal gedehnt. Jede Bewegung kann ein Ziehen auslösen, und Aufstehen aus dem Liegen erfordert oft eine Hilfsbewegung über die Seite.

Auch das Hormonsystem bereitet die Geburt aktiv vor. Oxytocin-Pulse werden häufiger, Prostaglandine wirken auf den Muttermund. Diese Vorbereitung ist im Hintergrund aktiv.

Diese Woche im Fokus: Geduld und Vertrauen

Der errechnete Termin ist eine Zahl, kein Versprechen. Berechnet wird er anhand der letzten Periode plus 280 Tage. In Wirklichkeit folgt jede Schwangerschaft ihrem eigenen Rhythmus, und Variationen von ein bis zwei Wochen sind normal.

Hilfreich ist es, den ET mental als Mitte eines Geburts-Korridors zu sehen, der von SSW 38 bis SSW 42 reicht. So vermeidest du das Gefühl, überfällig zu sein, und reduzierst Druck.

Falls dir Familie oder Bekannte täglich Nachrichten schicken, wann es endlich losgeht, ist es legitim, das Telefon stumm zu schalten oder eine Standard-Antwort zu schicken. Du brauchst Ruhe, kein Erklär-Pensum.

Naegele-Regel ist die historische Berechnungsmethode: erster Tag der letzten Periode plus 280 Tage. Sie geht von einem 28-Tage-Zyklus aus, was nicht bei allen Frauen zutrifft. Eine Korrektur wird oft per Ultraschall im ersten Trimester vorgenommen.

Internationale Studien zeigen, dass die normale Schwangerschaftsdauer eher zwischen 38 und 42 Wochen schwankt. Die Vorstellung eines exakten Tags ist statistisch eher Wunschdenken als Realität. Vertraue dem natürlichen Korridor.

Ein bewusstes Tagesritual hilft, die Wartezeit gut zu strukturieren. Morgens Tee in Ruhe, mittags ein Spaziergang, abends ein Buch. Strukturierte Tage geben Halt.

Auch der bewusste Verzicht auf das ständige Termin-Check kann entlasten. Lege das Telefon weg, gehe in den Park, lese ein Buch.

Was dich emotional erwartet

Die Mischung aus Vorfreude, Ungeduld und leichter Angst kann anstrengend sein. Wenn du bemerkst, dass die Anspannung dich überrollt, hilft bewusste Atmung: vier Sekunden ein, sechs Sekunden aus, mehrere Minuten lang.

Plane bewusst Zeit zu zweit. Ein letztes Date, ein gemeinsamer Spaziergang, eine geteilte Wärmflasche auf dem Sofa. Diese Momente werden in den nächsten Wochen seltener, weil das Baby alle Aufmerksamkeit braucht.

Vertraue deinem Körper und deinem Baby. Beide arbeiten zusammen an einem komplexen Prozess, der sich nicht erzwingen lässt. Geduld ist jetzt nicht passiv, sondern aktive Bereitschaft.

Hilfreich kann ein bewusstes Tagesritual sein: morgens eine Tasse Tee in Ruhe, mittags ein Spaziergang, abends ein Buch oder ein Film. Strukturierte Tage geben Halt, wenn sich die Tage gefühlt endlos ziehen.

Falls du das Gefühl hast, die Wartezeit überfordert dich, sprich mit deiner Hebamme oder einer Beratungsstelle. Auch eine Schwangerschafts-Yoga-Stunde oder eine geführte Meditation können entlastend sein.

Manchmal fühlt sich die Wartezeit unendlich an. Erinnere dich daran, dass jede Stunde dich näher zur Geburt bringt. Das Ende ist sicher, nur das Datum unbekannt.

Auch dein Partner steht unter Anspannung. Tausch dich offen aus, plant gemeinsame Aktivitäten und stützt euch gegenseitig in dieser intensiven Phase.