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Erstes Trimester T1

Woche vier

Die Periode bleibt aus — ein Schwangerschaftstest kann jetzt positiv ausfallen. Der Embryo hat sich eingenistet und die Plazenta beginnt sich zu bilden.

Noch zu gehen
36 Wochen
± 252 Tage
Trimester
1 von 3
Woche 1–13
Monat
Monat 1
Erstes Trimester
Was passiert diese Woche?

Die Einnistung beginnt

Illustration folgt
01

Was passiert diese Woche mit deinem Baby?

Entwicklung · Embryo
Einnistung in die Gebärmutterschleimhaut

Die Blastozyste nistet sich diese Woche in deine Gebärmutterschleimhaut ein. Dieser Vorgang heißt Nidation und dauert mehrere Tage. Erst danach beginnt die Plazenta zu wachsen.

Neu diese Woche
hCG-Produktion startet

Nach der Einnistung beginnt der Embryo, das Schwangerschaftshormon hCG zu produzieren. Dieses Hormon stoppt deine Periode und macht den Schwangerschaftstest positiv.

Neu diese Woche
Embryoblast formt sich, Keimblätter beginnen anzulegen

Aus dem Embryoblast entstehen Ektoderm, Mesoderm und Entoderm. Aus diesen drei Schichten entwickeln sich später Haut, Nerven, Knochen, Organe und Verdauungstrakt.

Neu diese Woche
Blastozyste etwa 0,2 mm groß

Die Blastozyste misst zu Beginn dieser Woche nur etwa 0,2 Millimeter. Erst gegen Ende der Woche, nach Beginn der Embryonalanlage, wächst der Embryo auf rund 1 Millimeter heran.

Neu diese Woche
02

Was spürst du selbst diese Woche?

Häufige Symptome · Woche 4

Periode bleibt aus

Häufig

Das Ausbleiben der Regel ist meist das erste deutliche Zeichen. Wenn du einen regelmäßigen Zyklus hast, lohnt sich jetzt ein Schwangerschaftstest.

Erste Anzeichen erkennen →

Extreme Müdigkeit

Häufig

Der hohe Progesteronspiegel macht viele Frauen in den ersten Wochen ungewöhnlich müde. Gönn dir Pausen und höre auf deinen Körper.

Mehr zu frühen Beschwerden →

Brustspannen

Häufig

Deine Brüste können empfindlich, geschwollen oder schwerer wirken. Hormone bereiten das Brustgewebe schon jetzt auf das Stillen vor.

Was beim Stillstart hilft →

Einnistungsblutung

Häufig

Eine leichte, hellrosa oder bräunliche Schmierblutung um den Zeitpunkt der erwarteten Periode kann ein Hinweis auf die Einnistung sein. Sie ist schwächer und kürzer als eine Regelblutung.

Schwangerschaftstest richtig nutzen →

Starke einseitige Unterleibsschmerzen

Sofort abklären

Heftige, einseitige Schmerzen im Unterbauch können auf eine Eileiterschwangerschaft hindeuten. Lass das zeitnah ärztlich abklären.

Vorsorge ab Woche 4 →

Starke Blutung mit Krämpfen

Sofort abklären

Eine Blutung wie eine starke Regel mit krampfartigen Schmerzen kann ein Hinweis auf eine frühe Fehlgeburt sein. Bitte melde dich bei deiner Frauenärztin.

Anzeichen Frühgeburt →
03

Deine Checkliste für diese Woche

0 von 6 abgehakt

Woche 4, To-do

0 / 6
  • Ein Urintest aus der Apotheke ist ab dem Tag der erwarteten Periode zuverlässig. Morgens ist der hCG-Wert am höchsten.

    Diese Woche
  • Folsäure senkt das Risiko für Neuralrohrdefekte deutlich. Falls du sie noch nicht nimmst, fang sofort damit an.

    Sofort
  • Die erste Vorsorgeuntersuchung findet meist zwischen SSW 6 und 8 statt. Ruf jetzt an, damit du einen passenden Termin bekommst.

    Diese Woche
  • Es gibt keine sichere Menge Alkohol in der Schwangerschaft. Auch Passivrauch solltest du ab jetzt meiden.

    Sofort
  • Sprich mit Arzt oder Apotheke über alle regelmäßigen Medikamente, auch rezeptfreie. Manche müssen umgestellt werden.

    Diese Woche
  • Roher Fisch, rohes Fleisch, Rohmilchkäse und Leber sind ab jetzt tabu. Eine Übersicht hilft dir bei der Umstellung.

    Diese Woche
04

Diese Woche ausprobieren

Optional · 3 Vorschläge
Schwangerschaftstagebuch starten

Notiere Datum der letzten Periode, erste Symptome und Gefühle. Das hilft beim Arztbesuch und ist später eine schöne Erinnerung.

5 Min. pro Tag
Lifestyle-Audit machen

Geh deinen Alltag durch: Koffein, Sport, Ernährung, Stress. Überlege, wo du jetzt sanft umstellen möchtest.

30 Min.
Mit deinem Partner offen sprechen

Teilt eure Gefühle, Sorgen und Wünsche. Eine ehrliche Gesprächsbasis trägt euch durch die nächsten Monate.

60 Min.
05

Was dich diese Woche erwartet

Übersicht · Woche 4

Schwangerschaftswoche 4 ist die Woche, in der aus einer Möglichkeit eine Tatsache wird. Die Einnistung schließt sich ab, der Embryo beginnt sich zu strukturieren, und dein Körper produziert erstmals nennenswerte Mengen des Schwangerschaftshormons hCG. Damit wird die Schwangerschaft nun auch nachweisbar: Gegen Ende dieser Woche bleibt deine Periode aus, und ein Schwangerschaftstest zu Hause schlägt erstmals zuverlässig an. Für viele Frauen ist das der Moment, in dem alles real wird, lange bevor man irgendetwas sieht oder spürt.

Was passiert in deinem Körper in Woche 4?

Anfang dieser Woche, etwa um Tag 21 bis 26 nach deiner letzten Periode, schließt sich die Einnistung ab. Die Blastozyste vergräbt sich vollständig in die Gebärmutterschleimhaut, und die äußeren Zellen, der Trophoblast, beginnen mit dem Aufbau der frühen Plazenta. Dieser Trophoblast schüttet hCG aus, das den Gelbkörper im Eierstock am Leben hält, sodass weiter Progesteron produziert wird, das die Schleimhaut stabil und die Schwangerschaft sicher macht.

Aus der inneren Zellgruppe, dem Embryoblast, entwickelt sich der eigentliche Embryo. In dieser Woche bilden sich die ersten beiden, später drei Keimblätter aus: das Ektoderm, aus dem Haut, Nervensystem und Sinnesorgane entstehen, das Mesoderm, aus dem Skelett, Muskeln und Herz hervorgehen, und das Entoderm, aus dem die inneren Organe wie Lunge und Darm werden. Der Embryo ist mit rund einem Millimeter noch winzig, aber sein Bauplan steht bereits vollständig.

Parallel verändert sich auch deine Gebärmutterschleimhaut. Sie wird dichter, besser durchblutet und reicher an Drüsen, die den Embryo in den ersten Wochen versorgen, bis die Plazenta diese Aufgabe übernimmt. Diese Anpassungen kosten Energie, weshalb viele Frauen in den folgenden Wochen eine bleierne Müdigkeit spüren.

Erste Anzeichen und der Schwangerschaftstest

Das wichtigste Anzeichen ist und bleibt das Ausbleiben deiner erwarteten Periode. Daneben können sich subtile erste Anzeichen zeigen: leicht spannende oder empfindlichere Brüste, ein leichtes Ziehen im Unterleib, gesteigerter Geruchssinn, Veränderungen der Stimmung oder eine ungewöhnliche Müdigkeit. Klassische Übelkeit startet bei den meisten Frauen erst in Woche 5 bis 6.

Ein Urintest aus der Apotheke ist ab dem ersten Tag der ausbleibenden Periode in der Regel verlässlich. Sehr sensitive Frühtests können bereits einige Tage vorher ein Signal geben, sind aber anfälliger für falsch negative Ergebnisse. Bei klar positivem Test darfst du davon ausgehen, dass du schwanger bist, weil hCG außerhalb einer Schwangerschaft praktisch nicht produziert wird.

Sobald der Test positiv ist, kannst du einen Termin in der Frauenarztpraxis vereinbaren, üblicherweise zwischen Woche 6 und 9. Beim ersten Termin wird die Schwangerschaft bestätigt, der Mutterpass angelegt und die Vorsorge gestartet. Eine genauere Datierung deiner Schwangerschaft, etwa über den SSW-Rechner oder den Geburtstermin-Rechner, gibt dir vorab eine erste Orientierung.

Was jetzt zählt: Lebensstil, Schutz und Gelassenheit

Ab jetzt gelten alle Empfehlungen für Schwangere konsequent. Verzichte vollständig auf Alkohol und Nikotin, vermeide rohes Fleisch, rohen Fisch, Rohmilchprodukte und ungewaschenes Obst und Gemüse, um Risiken wie Listeriose zu reduzieren. Eine vollwertige Ernährung mit ausreichend Eiweiß, Eisen, Jod und Folsäure unterstützt die rasante Entwicklung des Embryos.

Nimm Folsäure weiterhin täglich ein und sprich mit deiner Ärztin über Jod und gegebenenfalls weitere Mikronährstoffe. Wenn du Medikamente nimmst, kläre die Verträglichkeit über deine Frauenarztpraxis oder Embryotox, ohne eigenmächtig abzusetzen. Gerade bei chronischen Erkrankungen wie Schilddrüsenproblemen, Diabetes oder Bluthochdruck ist eine frühe Abstimmung wichtig.

Emotional ist diese Woche oft ein Wirbel aus Freude, Ungläubigkeit und vielleicht auch Sorge. Viele Frauen erleben bei einem positiven Test gleichzeitig Glück und Angst vor einem frühen Abgang, der in den ersten Wochen statistisch häufiger ist. Das ist menschlich. Sei achtsam mit dir, ruhe dich aus, sprich mit Menschen, denen du vertraust, und denke daran: Dein Körper hat in den letzten vier Wochen Erstaunliches geleistet, ganz ohne dein Zutun. Diese stille Kompetenz darfst du ihm auch in den kommenden Monaten zutrauen.