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Drittes Trimester T3

Woche vierunddreißig

Die Lunge reift mit Surfactant-Produktion weiter. Zeit, Hebamme und Klinik fest zu vereinbaren.

Noch zu gehen
6 Wochen
± 42 Tage
Trimester
3 von 3
Woche 28–42
Monat
Monat 8
Drittes Trimester
Größe

So groß wie eine Cantaloupe-Melone

Cantaloupe-Melone zum Vergleich
Embryo Woche 34
Schwanger in Woche 34
Länge
45 cm
Gewicht
2150 Gramm
01

Was passiert diese Woche mit deinem Baby?

Entwicklung · Embryo
Lunge produziert Surfactant

Surfactant verhindert das Verkleben der Lungenbläschen und ist für die Atmung essentiell. Bei einer Geburt jetzt atmen die meisten Babys eigenständig, manchmal mit kurzer Atemhilfe.

Neu diese Woche
Lebensfähigkeit außerhalb Uterus gut

Ab SSW 34 spricht man von späten Frühgeborenen mit guten Aussichten. Die meisten brauchen nur kurz medizinische Unterstützung und entwickeln sich anschließend wie reife Neugeborene weiter.

Neu diese Woche
Kopf bleibt weich für Geburt

Die Schädelnähte sind noch offen, die Fontanellen ermöglichen das Anpassen an den Geburtskanal. Diese Flexibilität schützt das Baby und erleichtert deine Geburt erheblich und natürlicherweise.

Neu diese Woche
Hoden wandern in den Hodensack

Bei Jungen wandern die Hoden vom Bauchraum in den Hodensack. Bei Frühgeborenen kann das noch nicht abgeschlossen sein, was nach der Geburt eine kurze Kontrolle erfordert.

Neu diese Woche
02

Was spürst du selbst diese Woche?

Häufige Symptome · Woche 34

Krankenhaus-Tasche packen

Häufig

Spätestens jetzt sollte die Kliniktasche bereitstehen. Mutterpass, Versicherungskarte, bequeme Kleidung, Stillsachen und Babyerstausstattung gehören hinein, die Liste ergänzt deine Hebamme gerne individuell.

Kliniktasche-Packliste →

Geburtsplan besprechen

Häufig

Ein Geburtsplan hält deine Wünsche zu PDA, Geburtspositionen und Notfallszenarien fest. Bespreche ihn mit deiner Hebamme, sei aber flexibel, Geburten verlaufen oft anders als geplant.

Mehr zur Vorsorge →

Hebammenkontakt fixieren

Häufig

Kläre, wer dich im Wochenbett betreut. Eine Beleghebamme begleitet auch die Geburt, eine Wochenbetthebamme kommt täglich zu dir nach Hause, beides finanziert die Krankenkasse.

Wochenbett vorbereiten →

Beckenboden- und Beindruck stärker

Häufig

Das Baby drückt zunehmend nach unten. Beckendruck und schwere Beine sind normal, regelmäßige Bewegung, hochlagern der Beine und Beckenbodenübungen verschaffen oft spürbare Erleichterung.

Tipps gegen Müdigkeit →

Vaginaler Flüssigkeitsabgang (Blasensprung)

Sofort abklären

Schwallartiger oder anhaltend tröpfelnder klarer Flüssigkeitsverlust ist meist ein Blasensprung. In die Klinik gehen, auch ohne Wehen, da das Risiko für eine aufsteigende Infektion deutlich steigt.

Wann zur Klinik? →
03

Deine Checkliste für diese Woche

0 von 6 abgehakt

Woche 34, To-do

0 / 6
  • Sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin tritt die Schutzfrist in Kraft. Genieße bewusst den Übergang von Berufsalltag zu Babyzeit.

    Diese Woche
  • Eine Tasche für Mama, eine für Baby, eine für den Partner. Stell alles griffbereit an die Tür, falls die Geburt früher kommt.

    Diese Woche
  • Letzter ausführlicher Termin vor der Geburt. Klärt Wehenerkennung, Rufzeiten und Wochenbett-Fahrplan.

    Diese Woche
  • Falls du Rh-negativ bist und die erste Anti-D-Prophylaxe in SSW 28 bis 30 bekommen hast, ist nichts weiter zu tun bis zur Geburt.

    Bei Bedarf
  • Manche Eltern entscheiden sich für die Spende oder die private Einlagerung von Nabelschnurblut. Informier dich rechtzeitig, der Beleg muss zur Geburt mit.

    Diese Woche
  • Wer wird wann informiert, wer darf wann zu Besuch, wer übernimmt was. Eine kurze Sprachnachricht oder Liste an die engsten Bezugspersonen.

    Diese Woche
04

Diese Woche ausprobieren

Optional · 3 Vorschläge
Geburts-Atemübung perfektionieren

Übe vier Sekunden ein, sechs Sekunden aus, drei Mal täglich fünf Minuten. Diese Atemtechnik trägt dich in der Eröffnungsphase.

15 Min/Tag
Pflegegeschäft komplettieren

Spuck-, Mull-, Stoffwindeln, Wundsalbe, Babybadetuch, Fieberthermometer. Eine Drogerie-Liste in der Hand spart Wege.

60 Min
Erste Stillvorbereitung

Lies einen verständlichen Artikel zum Stillstart und übe das Anlegen mit Puppe. Auch wenn du noch unsicher bist, schaffst du dir Wissen vor dem Tag X.

30 Min
05

Was dich diese Woche erwartet

Übersicht · Woche 34

Willkommen in der Schwangerschaftswoche 34. Dein Baby ist nun rund 45 Zentimeter groß und wiegt etwa 2150 Gramm, vergleichbar mit einer Cantaloupe-Melone. Diese Woche ist eine besondere: Der Mutterschutz beginnt offiziell. Du verlässt den Berufsalltag und der Fokus verlagert sich endgültig auf Geburt und Baby. Dein Baby ist jetzt theoretisch außerhalb des Uterus lebensfähig, auch wenn es im Bauch noch ein paar Wochen weiter wachsen sollte. Es ist Zeit, ruhiger zu werden und alles vorzubereiten. Mit gepackter Tasche, einem klaren Geburtsplan und einem starken Hebammen-Team bist du bestens vorbereitet auf den Tag X.

Entwicklung deines Babys in Woche 34

Die Lunge produziert nun reichlich Surfactant, eine Substanz, die nach der Geburt das Zusammenfallen der Lungenbläschen verhindert. Babys, die ab SSW 34 zur Welt kommen, haben sehr gute Überlebenschancen, auch wenn sie meist noch auf einer Station überwacht werden.

Auch das Verdauungssystem ist nahezu fertig. Magen und Darm trainieren mit dem geschluckten Fruchtwasser ihre Funktion. Im Darm sammelt sich das sogenannte Mekonium, das erste Stuhlgangs-Material, das in den ersten Tagen nach der Geburt ausgeschieden wird.

Der Kopf bleibt weich und die Schädelplatten sind noch nicht fest verbunden. Diese Beweglichkeit ist entscheidend, damit der Kopf bei der Geburt durch den Geburtskanal passt. Die Fontanellen schließen sich erst in den ersten Lebensjahren.

Auch das zentrale Nervensystem reift weiter. Studien zeigen, dass Babys ab SSW 34 deutliche Schlaf- und Wachphasen entwickeln, die sich nach der Geburt fortsetzen. Manche Babys sind nachts aktiver, andere am Tag, beides ist normal und sagt nichts über das spätere Schlafverhalten aus.

Die Augen reagieren stark auf Helligkeitsunterschiede und können bereits einfache Konturen wahrnehmen. Nach der Geburt sieht dein Baby zunächst nur in einem Abstand von etwa zwanzig bis dreißig Zentimetern scharf, also genau die Distanz zum Gesicht der Mutter beim Stillen.

Auch das Hörvermögen ist voll ausgereift. Dein Baby kennt deine Stimme, deinen Herzschlag und vertraute Geräusche aus dem Alltag. Diese Vertrautheit ist nach der Geburt eine wichtige Beruhigungsquelle.

Auch der Geschmackssinn ist voll ausgereift. Studien zeigen, dass Babys nach der Geburt Geschmäcker bevorzugen, die sie pränatal kennengelernt haben. Eine vielfältige Ernährung in der Schwangerschaft prägt also schon die spätere Beikost.

Auch der Saugreflex ist voll ausgebildet. Studien zeigen, dass Babys schon kurz nach der Geburt suchen und saugen können. Ein frühes Anlegen direkt nach der Geburt unterstützt den Stillstart.

Was passiert in deinem Körper?

Mit dem Mutterschutz fällt der berufliche Druck weg. Viele Frauen erleben das als Befreiung, andere brauchen ein paar Tage, um sich an den neuen Rhythmus zu gewöhnen. Plane bewusst Spaziergänge, Hebammen-Termine und Erholungspausen.

Vorwehen und Senkwehen können nun häufiger werden. Wenn dein Baby tiefer ins Becken rutscht, atmest du leichter, der Druck im Beckenboden steigt aber. Beobachte deine Wehen: Werden sie regelmäßig, schmerzhafter und kommen weniger als zehn Minuten auseinander, geht es vermutlich los.

Auch dein Beckenboden, deine Bauchmuskulatur und dein Damm bereiten sich vor. Damm-Massage mit speziellem Öl ab dieser Woche reduziert nachweislich das Risiko eines Dammrisses. Frag deine Hebamme nach der genauen Technik.

Auch das Gewicht wird zur Herausforderung. Du wiegst nun deutlich mehr, das Treppensteigen, Schuhe binden und Aufstehen kosten Kraft. Erlaube dir, langsamer zu werden, und nimm bewusst Hilfe an, wenn sie angeboten wird.

Schlaf wird oft zur Geduldsprobe. Eine kühle Schlafumgebung, ein Stillkissen und ein leicht erhöhter Oberkörper helfen. Wenn du nachts wach liegst, lass dich nicht stressen. Lies ein paar Seiten in einem ruhigen Buch oder höre eine geführte Entspannung, das senkt den Druck.

Manche Frauen entwickeln in dieser Phase eine Schwangerschafts-Cholestase, eine seltene Lebererkrankung mit nächtlichem Juckreiz an Händen und Füßen. Wenn du solche Symptome bemerkst, lass es ärztlich abklären, eine Therapie ist wichtig.

Auch der Beckenboden bereitet sich auf die Geburt vor. Sanftes Yoga, Damm-Massage und gezielte Atemübungen aus dem Geburtsvorbereitungskurs öffnen das Becken und entlasten die Wirbelsäule.

Auch die Bauchhaut wird stärker gespannt. Pflegeöl oder eine reichhaltige Lotion gegen Juckreiz und Spannungsgefühl schenken Linderung. Schwangerschaftsstreifen sind genetisch geprägt, gegen sie lässt sich wenig machen.

Diese Woche im Fokus: Übergang in den Mutterschutz und letzte Vorbereitungen

Mit dem offiziellen Beginn des Mutterschutzes steht dir jetzt deine volle Energie für Geburt und Baby zur Verfügung. Nutze die Zeit für Spaziergänge, ein Mittagsschläfchen und das letzte Lesen guter Bücher. Solche Ruhephasen wirst du nach der Geburt erstmal vermissen.

Pack die Kliniktasche endgültig. Eine Tasche für dich mit Hygieneartikeln, bequemer Kleidung und Snacks. Eine zweite für das Baby mit Bodys, Mützchen, Schlafsack und ersten Windeln. Eine dritte für den Partner mit Wechselshirt und Powerbank.

Sprich abschließend mit deiner Hebamme. Klärt Erkennung von echten Wehen, vorzeitigem Blasensprung und Notfallzeichen. Eine klare Liste, wann du anrufen oder direkt in die Klinik fahren sollst, schenkt euch Sicherheit.

Beim letzten ausführlichen Hebammen-Termin sind drei Themen besonders wichtig. Erstens, wie erkennst du echte Wehen und einen vorzeitigen Blasensprung. Zweitens, wann rufst du an oder fährst direkt in die Klinik. Drittens, wie läuft das Wochenbett zu Hause mit ihrer Begleitung ab.

Auch der Geburtsplan kommt in dieser Phase in seine endgültige Form. Eine A4-Seite reicht. Wünsche zu Geburtsposition, PDA, Bonding, Stillstart und Schmerzmedikation. Das Klinik-Team weiß so sofort, worauf du Wert legst.

Plane den Weg zur Klinik gedanklich durch. Wer fährt, was nehmt ihr mit, welche Strecke nehmt ihr bei Stau, wo parkt der Partner. So eine gedankliche Probe nimmt am Tag X enormen Stress.

Plane den letzten ausführlichen Hebammen-Termin in Ruhe. Eine Stunde reicht, um Wehenerkennung, Blasensprung, Notfallzeichen und Wochenbett-Fahrplan zu klären. Auch der Partner sollte dabei sein.

Plane auch eine ruhige Nacht für dich. Ein Bad mit Lavendel-Öl, ein Buch und ein Tee schenken dir Energie für die kommenden Wochen.

Was dich emotional erwartet

Der Übergang in den Mutterschutz ist ein Identitätswechsel. Du bist nicht mehr Berufstätige mit Pause, sondern werdende Mutter im Endspurt. Manche Frauen erleben das als befreiend, andere als verunsichernd. Beide Gefühle sind völlig normal.

Sprich offen mit deinem Partner oder deiner Partnerin über Erwartungen ans Wochenbett, an Besucher und an die Aufgabenverteilung. Eine ehrliche Absprache jetzt verhindert Konflikte in den ersten emotionalen Wochen nach der Geburt.

Auch leise Geburtsangst darf sein. Hypnobirthing, Atemtechniken aus dem Kurs und ein vertrauensvolles Hebammen-Team sind die besten Partner gegen Sorgen. Du wirst diese Geburt schaffen, dein Körper weiß, was zu tun ist.

Auch das Thema Besuch im Wochenbett gehört auf den Tisch. Wer darf wann zu Besuch kommen, wer bleibt wie lange, wer bringt etwas mit. Eine klare Absprache mit Familie und engstem Freundeskreis schützt euer junges Familien-Setting in den ersten verletzlichen Tagen.

Wenn ihr Geschwisterkinder habt, plant einen ersten Besuch an einem ruhigen Moment. Ein kleines Geschenk vom Baby an das Geschwisterkind, viel Zeit und Geduld, das schafft eine positive erste Begegnung.

Wenn ihr Geschwisterkinder habt, plant einen ersten Besuch in der Klinik bewusst. Ein kleines Geschenk vom Baby, ein ruhiger Moment ohne weitere Besucher und viel Geduld schaffen positive erste Erinnerungen.

Sammle Energie. Schlaf nach Möglichkeit am Tag, plane Spaziergänge im Grünen und nimm bewusst Hilfe an. Die nächsten Wochen werden intensiv, dein Körper sammelt jetzt Reserven.

Wann du Hebamme oder Klinik kontaktieren solltest

In dieser Phase ist es besonders wichtig, echte Wehen von Vor- und Senkwehen zu unterscheiden. Echte Wehen sind regelmäßig, kommen alle fünf bis zehn Minuten, dauern länger als 30 Sekunden und werden über die Zeit stärker. Vor- und Senkwehen sind unregelmäßig und lassen bei Ruhe nach.

Bei einem vorzeitigen Blasensprung verlierst du klare Flüssigkeit, oft als Schwall oder als kontinuierliches Tröpfeln. Lege dich hin, beobachte die Menge und fahr in die Klinik. Auch ohne Wehen muss ein Blasensprung untersucht werden.

Achte weiter auf Kindsbewegungen. Auch in dieser Phase soll dein Baby aktiv sein. Eine deutliche Reduktion ist ein Warnzeichen, lege dich auf die linke Seite, iss eine Kleinigkeit, beobachte. Spürst du innerhalb einer Stunde keine zehn Bewegungen, geh in die Klinik.