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Drittes Trimester T3

Woche 39

Der "Nestbautrieb" kann jetzt kommen. Viele Frauen spüren plötzlich Energie zum Aufräumen und Vorbereiten.

Noch zu gehen
1 Wochen
± 7 Tage
Trimester
3 von 3
Woche 28-42
Monat
Monat 9
Größe

So groß wie eine Wassermelone

Wassermelone zum Vergleich
Embryo Woche 39
Schwanger in Woche 39
Länge
50,7 cm
Gewicht
3290 Gramm
01

Was passiert diese Woche mit deinem Baby?

Herzschlag & Anlagen
Geburtsreife komplett

Alle Organe sind voll funktionsfähig, das Baby ist bereit für die Geburt. Das durchschnittliche Geburtsgewicht liegt nun bei rund 3300 Gramm, die Länge bei etwa 50 Zentimetern.

Neu diese Woche
Plazenta erreicht Endreife

Die Plazenta hat ihre maximale Leistungsfähigkeit erreicht. Sie versorgt das Baby zuverlässig mit Sauerstoff und Nährstoffen, beginnt aber langsam erste Verkalkungen zu zeigen.

Neu diese Woche
Kopf fest im Becken

Bei Erstgebärenden ist der Kopf bereits fest im Becken eingetreten. Bei Mehrgebärenden geschieht das oft erst mit den ersten echten Wehen, beides ist völlig normal und gesund.

Neu diese Woche
Nabelschnur enthält Antikörperzellen

Über die Nabelschnur erhält das Baby weiter Antikörper. Manche Eltern entscheiden sich für die Einlagerung von Nabelschnurblut, eine private Vorsorgeoption für mögliche Stammzellbehandlungen.

Neu diese Woche
02

Was spürst du selbst diese Woche?

Hormone & Symptome

Vorwehen oft stärker

Häufig

Vorwehen können regelmäßiger und stärker werden, ohne aber den Muttermund zu öffnen. Echte Geburtswehen kommen rhythmisch, werden stärker und länger, das ist der spürbare Unterschied.

Wann zur Klinik? →

Energieschub (Nestbautrieb) möglich

Häufig

Viele Frauen verspüren einen plötzlichen Drang, alles zu putzen und vorzubereiten. Dieser hormonell bedingte Nestbautrieb ist ein Zeichen, dass die Geburt nicht mehr lange auf sich warten lässt.

Mehr Infos →

Emotional: Vorfreude und Anspannung

Häufig

Die Mischung aus Freude und Angst vor der Geburt ist normal. Sprich mit Hebamme, Partner oder Freundinnen, das gibt Sicherheit und hilft die intensiven Gefühle einzuordnen.

Mehr zur Vorsorge →

Häufiger Stuhlgang vor Geburt

Häufig

Hormone können den Darm aktivieren, häufiger Stuhlgang oder leichter Durchfall sind oft Vorzeichen der Geburt. Der Körper reinigt sich quasi selbst und macht Platz für das Baby.

Mehr zur Ernährung →

Verminderte oder schwächere Kindsbewegungen

Sofort abklären

Auch im Endspurt sollten regelmäßige Bewegungen spürbar sein. Wenn die Bewegungen deutlich weniger oder schwächer werden oder du unsicher bist, fahr noch am selben Tag in die Klinik für ein CTG, warte nicht ab.

Wann zur Klinik? →
03

Deine Checkliste für diese Woche

Jetzt wichtig

Woche 39, To-do

0 / 6
  • Mutterpass, Personalausweis, Versichertenkarte, Wechselkleidung, Snacks, Telefon-Ladekabel. Letzter Komplett-Durchgang.

    diese Woche
  • Lade eine App wie Contraction-Timer, übe sie zweimal mit Vorwehen. Im Ernstfall ist die Bedienung dann automatisch.

    in den nächsten 3 Tagen
  • Geburtsplan, Klinikweg, Telefonliste und Lieblings-Massage besprechen. Auch er braucht klare Aufgaben.

    diese Woche
  • Foto-Karte, Text und Versandliste vorbereiten. Nach der Geburt ist keine Energie für Layout-Entscheidungen mehr da.

    in den nächsten 5 Tagen
  • Zwei Wochen Trockenvorrat, Tiefkühlsuppen, Tee-Mischungen, Snacks für stillende Mütter. Lieferdienst-Konten aktiv halten.

    diese Woche
  • Vereinbare Hausbesuche für die ersten zehn Tage nach der Geburt. Frühe Planung sichert deinen Wunsch-Termin.

    vor SSW 40
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Was du in SSW 39 ausprobieren kannst

Optional · 3 Vorschläge
Geburts-Visualisierung üben

Geschlossene Augen, ruhige Atmung, stell dir den Geburtsverlauf positiv vor. Forschungen zeigen, dass Visualisierungen Stress unter der Geburt reduzieren.

15 Min
Treppensteigen, Seitenschritte

Auf der Treppe seitlich auf jede Stufe steigen. Bewegt das Becken und kann das Eintreten des Babykopfs unterstützen.

15 Min
Partner-Massage Lendenbereich

Mit warmem Mandelöl im Sitzen oder Vierfüßler den unteren Rücken kneten. So testet ihr Drucktechniken für den Geburts-Tag.

20 Min
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Was dich in SSW 39 erwartet

Überblick

In der 39. Schwangerschaftswoche bist du im Endspurt angekommen. Dein Baby misst etwa 51 Zentimeter und wiegt rund 3290 Gramm. Es ist vollständig geburtsreif, der Kopf liegt bei den meisten Babys fest im Becken, und die Plazenta beginnt mit ihrem natürlichen Alterungsprozess. Diese Woche kann der berühmte Nestbautrieb auftauchen: ein plötzlicher Energieschub, der zum Aufräumen, Sortieren und Vorbereiten drängt. Vorwehen werden meist deutlich stärker, und die Vorfreude mischt sich mit ehrlicher Anspannung. Du darfst dich jetzt vor allem auf dich verlassen.

Entwicklung deines Babys in Woche 39

Dein Baby ist in dieser Woche komplett geburtsreif. Die Lungen sind voll funktionsfähig, das Immunsystem arbeitet, und die Wärmeregulation ist trainiert. Bei einer Geburt jetzt wären in den allermeisten Fällen keine besonderen Maßnahmen nötig.

Der Kopfumfang erreicht seinen Geburts-Wert. Auch das Gehirn ist weiter aktiv und wächst nach der Geburt enorm. Das Schädelknochen-System hat noch leichte Verschiebbarkeit, sodass die Geburt durch das Becken funktioniert.

Die Plazenta zeigt erste Verkalkungs-Zeichen. Dies ist physiologisch und nicht alarmierend. Das CTG beobachtet weiterhin, ob das Baby gut versorgt wird, und ergänzt klinische Beobachtungen rund um Bewegung und Fruchtwasser-Menge.

Auch das endokrine System ist voll funktionsfähig. Insulin, Schilddrüsenhormone und Cortisol werden eigenständig produziert. Diese hormonelle Selbstständigkeit ist eine wichtige Voraussetzung für die Anpassung an das Leben außerhalb der Gebärmutter.

Der Magen-Darm-Trakt ist bereit für die erste Nahrungsaufnahme. Saug-, Schluck- und Atemkoordination ist eingespielt und ermöglicht effektives Trinken an der Brust oder Flasche.

Die Lungen produzieren ausreichend Surfactant für eine stabile Atmung nach der Geburt. Auch die Atemmuskulatur ist trainiert und einsatzbereit.

Die Reflexe sind komplett ausgebildet. Saug-, Schluck-, Greif- und Moro-Reflex sind die wichtigsten Überlebensmechanismen der ersten Wochen und werden direkt nach der Geburt überprüft.

Was passiert in deinem Körper?

Vorwehen werden in dieser Woche oft deutlich kräftiger. Sie können nachts häufiger auftreten und an echte Wehen erinnern. Beobachte ohne Stress: Lagewechsel, ein Glas Wasser, ein warmes Bad und sie verschwinden meist wieder.

Der Nestbautrieb ist ein bekanntes Phänomen, das nicht jede Frau erlebt. Falls er kommt, nutze ihn dosiert. Übertreibe nicht, weil Energie für die Geburt benötigt wird. Mache lieber kurze Aufgaben statt großer Putz-Marathons.

Schlaf wird oft schwierig, weil Bauch und Beckenboden Druck machen. Wenn nachts kein Schlaf möglich ist, hilft eine kurze Mittagsruhe. Nimm eine Tasse warme Milch mit Honig vor dem Schlafengehen, das wirkt sanft beruhigend.

Die Plazenta erreicht ihre maximale Größe und beginnt mit dem natürlichen Alterungsprozess. Verkalkungen sind im Ultraschall sichtbar, beeinflussen aber bei normalem CTG die Versorgung des Babys nicht negativ. Engmaschige Kontrollen geben Sicherheit.

Auch der Muttermund kann sich weiter öffnen. Eine leichte Eröffnung von zwei bis drei Zentimetern bei der Vorsorge bedeutet nicht, dass die Geburt sofort losgeht, aber sie zeigt, dass dein Körper aktiv vorbereitet.

Manche Frauen berichten von einer plötzlichen Energiewelle, dem klassischen Nestbautrieb. Nutze sie dosiert und übertreibe nicht, weil die Geburt selbst viel Kraft kosten wird.

Auch die Verdauung kann sich verändern. Leichter Durchfall in den letzten Tagen vor der Geburt ist häufig und ein natürlicher Reinigungsmechanismus des Körpers.

Diese Woche im Fokus: Endspurt-Strategie

Eine gute Endspurt-Strategie kombiniert Bewegung, Ruhe und Aufmerksamkeit auf den eigenen Körper. Spaziergänge, Treppensteigen und ruhige Yoga-Stellungen bringen Bewegung. Ein heißes Bad mit Magnesium-Salz, ein Buch und eine Wärmflasche bringen Ruhe.

Wehen-Apps sind ein praktisches Hilfsmittel, um Vorwehen objektiv einzuordnen. Sie zeigen Frequenz und Dauer und schicken oft eine Empfehlung, wann der Anruf in der Klinik sinnvoll ist. Übe die Bedienung jetzt mehrmals.

Auch der Partner sollte sich aktiv einbringen. Klare Aufgaben am Geburts-Tag reduzieren Stress: Klinik anrufen, Tasche tragen, Familie informieren. Üben, wo die Schlüssel liegen, hilft mehr, als man denkt.

Sanfte natürliche Methoden zur Wehenförderung umfassen Bewegung, warme Bäder, Sex, Brustwarzenstimulation und bestimmte Tees. Am ehesten wissenschaftlich gestützt ist davon nur Bewegung. Bei den anderen Methoden gilt: harmlos, solange in Maßen, aber kein Garantie-Effekt.

Wichtig ist, dass du dich nicht unter Druck setzt. Dein Baby kommt, wenn alle hormonellen und körperlichen Voraussetzungen stimmen. Erzwingen lässt sich der Geburtsbeginn nicht, und das muss er auch nicht.

Mache einen letzten Komplett-Check der Kliniktasche. Mutterpass, Personalausweis, Versicherungskarte, bequeme Kleidung, Snacks und Telefon-Ladekabel sollten griffbereit sein.

Auch die Heimfahrt-Logistik gehört geplant: Babyschale im Auto, Tank voll, Heimweg klar. Wer holt euch ab, falls der Partner nicht fahren kann.

Was dich emotional erwartet

Vorfreude und Anspannung wechseln sich oft minütlich ab. Auch die Frage Wann fängt es endlich an wird zur ständigen Begleitung. Es hilft, weniger auf das Datum zu schauen und mehr auf den Tag selbst.

Bewusste Selbstfürsorge ist jetzt zentral. Massagen, ein letzter Friseur-Besuch, ein Frühstück im Lieblingscafé. Diese kleinen Inseln stärken dich für die letzten Tage und vielleicht Stunden vor der Geburt.

Sprich mit deiner Hebamme über deine Sorgen, falls Schlaflosigkeit, Reizbarkeit oder Angstgefühle stark werden. Sie kann beruhigen, einordnen und bei Bedarf weiter unterstützen.

Die ständige Frage anderer Wann ist es so weit kann zermürbend sein. Eine vorbereitete Standardantwort wie Wir sagen Bescheid, wenn das Baby da ist hilft, Energie zu sparen. Du musst dich nicht ständig erklären.

Auch der Vergleich mit anderen Schwangeren oder Geburtsgeschichten in sozialen Medien kann jetzt belasten. Reduziere bewusst den Konsum von Geburts-Content, falls er dich verunsichert. Vertraue deinem eigenen Körper und deinem Team.

Die Vorfreude wird konkreter. Lege ein paar Babykleider bereit und stelle dir vor, wie du sie zum ersten Mal anziehst. Diese mentale Vorbereitung kann Geburtsängste reduzieren.

Falls Sorgen oder Ängste dich überrollen, sprich offen mit deiner Hebamme oder einer Geburtsvorbereiterin. Du musst diese Gefühle nicht allein tragen.

Häufige Fragen zu SSW 39

Was werdende Eltern uns am häufigsten zu dieser Woche fragen.

In SSW 39 ist das Baby voll ausgereift, die Lunge produziert ausreichend Surfactant. Käseschmiere und Lanugohaare sind weitgehend verschwunden. Bei dir können sich die Wehen langsam ankündigen, der Schleimpfropf kann abgehen. Du fühlst dich oft sehr schwer und ungeduldig.

In SSW 39 misst der Fetus etwa 50 Zentimeter Scheitel-Fuß-Länge, vergleichbar mit einer Wassermelone. Er wiegt rund 3,3 Kilogramm. Das Baby ist voll ausgebildet, der Kopf liegt fest im Becken. Die Bewegungen werden weniger, sollten aber weiterhin täglich spürbar sein.

Eine Geburt dauert bei Erstgebärenden durchschnittlich 8 bis 14 Stunden, bei Mehrgebärenden 4 bis 8 Stunden. Die Eröffnungsphase ist die längste (5 bis 12 Stunden), die Austreibungsphase 30 Minuten bis 2 Stunden, die Nachgeburtsphase 5 bis 30 Minuten. Jede Geburt ist individuell, einige sind kürzer oder länger.

Eine Geburtseinleitung wird ab SSW 41 plus 0 oder bei medizinischer Indikation (Bluthochdruck, Diabetes, vorzeitiger Blasensprung) empfohlen. Methoden sind: Eipollösung, Prostaglandin-Tabletten oder -Gel, Wehentropf (Oxytocin), mechanische Methoden (Ballonkatheter). Im Beratungsgespräch werden Vor- und Nachteile besprochen.

Nach der Geburt in SSW 39 wird das Baby auf den Bauch der Mutter gelegt (Bonding), nach Stunden gewogen, gemessen und untersucht (U1-Untersuchung mit APGAR-Score). Die Nabelschnur wird durchtrennt. Vitamin K wird verabreicht. Das erste Stillen erfolgt meist in der ersten Stunde, was Bindung und Milchbildung fördert.

Bei der Geburt in SSW 39 plus helfen: Bauchatmung, Hechelatmung in der Übergangsphase, Tönen, Visualisierung, Bewegung (Hocken, Knien, Vierfüßler), Wärme (Wanne, Wärmeflasche), Massage und Konzentration auf den Atem. Im Geburtsvorbereitungskurs lernst und übst du verschiedene Techniken intensiv.