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Zweites Trimester T2

Woche zwanzig

Der große Organscreening-Ultraschall zeigt die Entwicklung aller Organe. Halbzeit der Schwangerschaft — ein Meilenstein.

Noch zu gehen
20 Wochen
± 140 Tage
Trimester
2 von 3
Woche 14–27
Monat
Monat 5
Zweites Trimester
Größe

So groß wie eine Banane

Banane zum Vergleich
Embryo Woche 20
Schwanger in Woche 20
Länge
16,4 cm
Gewicht
300 Gramm
01

Was passiert diese Woche mit deinem Baby?

Entwicklung · Embryo
Hälfte der Schwangerschaft erreicht

Die Halbzeit ist geschafft, ein schönes Etappenziel. Das Baby wiegt etwa 300 Gramm und ist 25 Zentimeter lang, vergleichbar mit einer großen Banane in der Größe.

Neu diese Woche
Geschlechtsorgane vollständig ausgebildet

Beim Mädchen sind alle Eizellen bereits angelegt, etwa sechs Millionen. Beim Jungen wandern die Hoden langsam Richtung Hodensack, das geschieht erst in den letzten Wochen.

Neu diese Woche
Stimmbänder und Zäpfchen bilden sich

Die Strukturen für Sprache und Schluckfunktion werden komplett. Das Baby übt Schlucken und Atembewegungen, was Lunge und Verdauung gleichermaßen auf die Eigenständigkeit vorbereitet.

Neu diese Woche
Organscreening-Ultraschall fällig

Der zweite große Ultraschall zwischen SSW 19 und 22 prüft die Entwicklung aller Organe. Die Feindiagnostik ist freiwillig, kann aber wichtige Hinweise auf Anomalien geben.

Neu diese Woche
02

Was spürst du selbst diese Woche?

Häufige Symptome · Woche 20

Deutliche Kindsbewegungen spürbar

Häufig

Spätestens jetzt fühlen die meisten Frauen klare Tritte und Bewegungen. Beobachte, wann dein Baby besonders aktiv ist, das hilft später ein Aktivitätsmuster einzuschätzen.

Was sind Kindsbewegungen? →

Gebärmutter bis zum Nabel

Häufig

Der Fundus erreicht den Nabel, ein wichtiger Orientierungspunkt. Die Hebamme misst regelmäßig den Stand und vergleicht ihn mit dem statistischen Wachstumsverlauf.

Mehr zur Vorsorge →

Erste Dehnungsstreifen möglich

Häufig

Schwangerschaftsstreifen entstehen durch starke Hautdehnung und genetische Veranlagung. Eincremen lindert Spannungsgefühle, ob es Streifen verhindert ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt.

Mehr zu Hormonen →

Geschwollene Hände oder Füße

Häufig

Wassereinlagerungen sind harmlos, wenn sie sich gleichmäßig verteilen. Hochlagern, ausreichend trinken und Bewegung helfen, beobachte aber plötzliche starke Schwellungen besonders im Gesicht.

Mehr zur Ernährung →

Plötzliche starke Schwellung im Gesicht

Sofort abklären

Plötzliche starke Schwellung von Gesicht oder Händen mit Kopfschmerzen kann auf Präeklampsie hinweisen. Lass umgehend Blutdruck und Urin kontrollieren, das ist ein wichtiges Warnzeichen.

Mehr zur SSW →
03

Deine Checkliste für diese Woche

0 von 6 abgehakt

Woche 20, To-do

0 / 6
  • Die DEGUM-Stufe-2-Sonografie ist der wichtigste Ultraschall der Schwangerschaft und gehört für viele Familien zu den emotionalsten Momenten.

    diese Woche
  • Ab jetzt misst die Hebamme regelmäßig den Bauchumfang, um das Wachstum systematisch zu beobachten.

    ab dieser Vorsorge
  • Reserviere jetzt einen Platz, gute Kurse zwischen SSW 28 und 34 sind sehr früh ausgebucht.

    diese Woche
  • Halbzeit ist ein perfekter Anlass für eine bewusste Auszeit zu zweit.

    in den nächsten Wochen
  • Erstelle eine Mindest-Liste an Grundausstattung statt impulsiv Dinge zu kaufen.

    diese Woche
  • Klär ab, welche Leistungen rund um Geburt und Wochenbett übernommen werden.

    in den nächsten 2 Wochen
04

Diese Woche ausprobieren

Optional · 3 Vorschläge
Halbzeit-Foto machen

Ein professionelles oder selbstgemachtes Bild dokumentiert diesen besonderen Meilenstein.

30 Minuten
Picknick mit Partner

Ein bewusster Tag im Grünen schenkt euch Ruhe und schöne Erinnerungen.

halber Tag
Schwangerschafts-Schwimmkurs

Wasser entlastet Wirbelsäule und Becken und tut deinem Körper besonders gut.

60 Minuten
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Was dich diese Woche erwartet

Übersicht · Woche 20

Herzlichen Glückwunsch zur Halbzeit. In Woche 20 ist die Hälfte deiner Schwangerschaft geschafft und gleichzeitig steht eine der wichtigsten Untersuchungen an: das Organscreening in der Feindiagnostik. Dein Baby ist nun etwa so groß wie eine Banane, alle Organe sind angelegt und entwickeln ihre Funktionen weiter. Auch dein Körper zeigt diese Phase deutlich, der Bauchnabel kann sich vorwölben, die Gebärmutter reicht bis zum Nabel und die Bewegungen deines Babys werden klarer spürbar. Diese Woche bietet eine ideale Gelegenheit, innezuhalten, dankbar auf das Erreichte zu blicken und gleichzeitig konkrete Schritte für die zweite Hälfte zu planen.

Entwicklung deines Babys in Woche 20

Mit rund 16 Zentimetern und etwa 300 Gramm wirkt dein Baby auf dem Ultraschall jetzt deutlich proportionierter. Die Geschlechtsorgane sind vollständig ausgebildet und können beim Organscreening meist klar erkannt werden, sofern dein Baby eine günstige Position einnimmt. Wichtig: Die Untersucherin teilt das Geschlecht nur auf deinen ausdrücklichen Wunsch mit.

Stimmbänder, Zäpfchen und Mundhöhle reifen weiter, sodass dein Baby Übungslaute und Schluckbewegungen koordiniert. Das Gehirn baut Tag für Tag Millionen neue Verbindungen auf, vor allem in den Bereichen, die Bewegung und Sinneseindrücke steuern. Die Großhirnrinde beginnt, ihre charakteristischen Furchen und Windungen auszubilden.

Auch das Verdauungssystem wird aktiver. Im Darm sammelt sich erstes Mekonium, das später als erster Stuhlgang ausgeschieden wird. Bis dahin trinkt und verarbeitet dein Baby täglich Fruchtwasser. Die Leber übernimmt zunehmend die Produktion von Galle und unterstützt so die Verdauung im Darm.

Das Skelett ist mittlerweile gut sichtbar im Ultraschall. Knochen wie Oberschenkel, Oberarm und Schädelumfang werden vermessen, um das Wachstum genau einzuschätzen. Beim Organscreening werden außerdem Herzkammern, große Gefäße, Wirbelsäule, Magen, Nieren, Blase und Bauchwand systematisch beurteilt.

Im Ultraschall wird auch die Lage der Plazenta beurteilt. Eine vorderwandständige Plazenta dämpft Bewegungen oft länger, eine tiefliegende Plazenta wird in den nächsten Wochen weiter beobachtet. Beide Befunde sind häufig und in den meisten Fällen unbedenklich.

Auch die Bewegungsmuster werden klarer. Dein Baby hat erkennbare Aktivitäts- und Ruhephasen, oft ähnlich wie ein Erwachsener. Beobachte sie aufmerksam, ohne dich von kleinen Schwankungen verunsichern zu lassen.

Die feinen Sinneseindrücke werden weiter geschärft. Der Tastsinn auf der Haut, das Hörvermögen und das Gleichgewichtsorgan reifen synchron, sodass dein Baby zunehmend bewusst auf seine Umgebung reagieren kann.

Auch das Mittelohr ist mittlerweile vollständig ausgebildet. Schallwellen werden von außen über die Bauchdecke und das Fruchtwasser zu deinem Baby weitergeleitet, was eine deutlich bessere Wahrnehmung von Stimmen und Musik ermöglicht.

Auch die feinen Hände werden zunehmend geschickter. Dein Baby greift nach der Nabelschnur, berührt sein Gesicht und übt erste Saugbewegungen am Daumen, alles wichtige Vorbereitungen auf die ersten Wochen außerhalb der Gebärmutter.

Was passiert in deinem Körper?

Die Gebärmutter reicht inzwischen bis auf Höhe des Nabels. Erste Dehnungsstreifen können sichtbar werden, vor allem an Bauch, Brüsten und Oberschenkeln. Sie sind genetisch beeinflusst und lassen sich nicht vollständig vermeiden. Pflegeöle und sanfte Massagen unterstützen dennoch die Hautelastizität und das Wohlbefinden.

Viele Schwangere bemerken kräftige Kindsbewegungen, mal als sanftes Trommeln, mal als kraftvolles Treten. Diese Aktivitäten sind ein wertvolles Zeichen für das Wohlbefinden deines Babys und werden in den kommenden Wochen regelmäßiger. Beobachte sie aufmerksam, ohne dich von Schwankungen verunsichern zu lassen.

Dein Stoffwechsel arbeitet auf Hochtouren, daher steigt der Energiebedarf merklich. Achte auf hochwertige Proteine, gesunde Fette und ausreichend Eisen, um Müdigkeit und Schwindel vorzubeugen. Auch Jod, Folsäure und Vitamin D sollten konsequent ergänzt werden, sofern deine Praxis dies empfiehlt.

Die Belastung auf den Beckenboden steigt deutlich. Konsequente Übungen mehrmals täglich beugen Inkontinenz vor und stärken den Beckenboden für Geburt und Wochenbett. Eine spezialisierte Physiotherapeutin oder Hebamme kann individuelle Übungen zeigen.

Auch die Versorgung mit DHA, einer wichtigen Omega-3-Fettsäure, sollte überprüft werden. DHA unterstützt die Entwicklung von Gehirn und Augen deines Babys. Algenpräparate oder fettreicher Fisch zwei Mal pro Woche sind gute Quellen, sofern Belastungen mit Schwermetallen ausgeschlossen sind.

Achte zusätzlich auf eine gute Schlafhygiene. Eine kühle Schlafzimmertemperatur, Bildschirmpause vor dem Zubettgehen und feste Rituale fördern die Erholung. Ein leichtes Yoga am Abend oder eine kurze Meditation senken den Stresslevel und bereiten den Schlaf vor.

Auch deine Verdauung verdient Aufmerksamkeit. Ballaststoffe, ausreichend Wasser und tägliche Bewegung beugen Verstopfung wirksam vor. Bei Hämorrhoiden helfen Sitzbäder, kühle Kompressen und eine vorbeugende Stuhlroutine.

Achte auf eine konsequente Hautpflege. Sanfte Reinigung, milde Pflegeprodukte und ausreichend Sonnenschutz schützen vor Pigmentflecken und unterstützen das Hautbild. Auf aggressive Wirkstoffe wie Retinol verzichtest du in der Schwangerschaft komplett.

Diese Woche im Fokus: Organscreening und Halbzeit

Das Organscreening ist eine systematische Untersuchung aller wichtigen Organstrukturen, vom Vier-Kammer-Blick des Herzens über das zentrale Nervensystem bis zu Nieren und Bauchwand. Plane einen Termin bei einer DEGUM-zertifizierten Praxis ein. Die Untersuchung dauert je nach Lage des Babys zwischen 30 und 60 Minuten.

Bedenke, dass die Untersuchung viele Auffälligkeiten ausschließen, aber nicht garantieren kann, dass alles perfekt ist. Bei Auffälligkeiten erhältst du eine ausführliche Beratung und gegebenenfalls weiterführende Diagnostik wie das NIPT-Screening, eine Fruchtwasseruntersuchung oder eine Chorionzottenbiopsie.

Halbzeit bedeutet auch, gut zur Hälfte angekommen zu sein. Reflektiere, was du in den nächsten 20 Wochen lernen, vorbereiten und erleben möchtest, ohne dich unter Druck zu setzen. Eine kleine Liste mit fünf Wünschen bis zur Geburt schafft Fokus und Vorfreude.

Auch Hebamme, Geburtsort und Geburtsplan rücken in den Mittelpunkt. Wer die Wahl zwischen Klinik, Geburtshaus und Hausgeburt trifft, profitiert jetzt von Besichtigungen, Erstgesprächen und Erfahrungsberichten anderer Familien. Bei einer geplanten ambulanten Geburt klärst du frühzeitig die Begleitung im Wochenbett.

Sammle wichtige Telefonnummern. Hebamme, Frauenärztin, Geburtsklinik und ein zweiter Notfallkontakt gehören in eine zentrale Liste. So bist du auch bei spontanen Fragen oder Sorgen schnell handlungsfähig.

Plane auch Themen wie Vornamen, Patenschaften und erste Besucherregeln nach der Geburt. Klare Absprachen schenken Ruhe in der intensiven ersten Zeit mit Baby und schützen die wichtige Bindungsphase.

Plane bewusst die Themen Babynahrung, Stillen und mögliche Zufütterung. Eine gute Vorbereitung schenkt Sicherheit und entlastet die ersten Wochen mit Baby spürbar. Auch ein Stillvorbereitungskurs lohnt sich rechtzeitig.

Was dich emotional erwartet

Die Halbzeit löst bei vielen Schwangeren einen Mix aus Stolz, Vorfreude und neuer Anspannung aus. Plötzlich wird konkret, dass die Geburt näher rückt. Erlaube dir alle Gefühle und teile sie offen mit deinen Liebsten. Auch unterschiedliche Tagesformen sind völlig normal.

Vor dem Organscreening sind Aufregung und Sorge normal. Plane idealerweise gemeinsam mit deinem Partner Zeit für den Termin und einen ruhigen Anschluss, sodass ihr Eindrücke verarbeiten könnt. Ein Spaziergang nach dem Termin hilft, das Erlebte einzuordnen.

Nutze die mittlere Phase für Achtsamkeit. Kurze Meditationen, Atemübungen oder ein abendlicher Spaziergang stärken Resilienz und Verbundenheit mit deinem Baby. Viele Frauen berichten, dass eine bewusste Routine die zweite Schwangerschaftshälfte deutlich entspannter macht.

Plane konkret eine kleine Halbzeit-Feier. Ein gemeinsames Abendessen mit deinem Partner, ein Brief an dein Baby oder ein Foto-Shooting würdigt diesen besonderen Moment und schafft eine bleibende Erinnerung.

Plane konkret die Themen rund um Recht und Finanzen ein. Elterngeld, Mutterschaftsgeld, Mutterschutz und Elternzeit lassen sich strukturiert in einer Übersicht zusammentragen. Wer rechtzeitig informiert ist, vermeidet finanzielle Engpässe in der ersten Zeit mit Baby.

Auch das Thema Versicherungen verdient einen Blick. Eine Familienhaftpflicht, eine Kinderkrankenversicherung und eventuell eine Risikolebensversicherung sind klassische Bausteine. Eine unabhängige Beratung schafft Klarheit, ohne unnötige Produkte zu verkaufen.

Plane bewusste Zeit für dich. Ein wöchentliches Ritual, etwa ein Yoga-Kurs, ein Spaziergang im Park oder ein Café-Besuch, schenkt Stabilität. Diese kleinen Inseln der Ruhe stärken die emotionale Grundlage für die kommenden Wochen.

Auch ein erstes Gespräch mit deinem Arbeitgeber zum Wiedereinstieg nach der Elternzeit kann jetzt stattfinden. Klarheit über Optionen wie Teilzeit oder Homeoffice schenkt langfristige Planungssicherheit.